Zwei einsame Menschen beobachten einander über einen Berliner Innenhof ohne zu ahnen, dass sie längst füreinander sorgen. Ein stilles Kammerspiel über das Sehen und Gesehenwerden.
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Über diese Episode
Helmut sitzt jeden Morgen am Fenster seines abgedunkelten Wohnzimmers. Dritter Stock, Charlottenburg. Gegenüber, im zweiten Stock, die Silhouette einer Frau. Er kennt ihren Tagesablauf auswendig. Punkt vier der Tee am Fenster.
Margot steht an ihrem Fenster und blickt hinüber. Der Mann im Dunkeln. Seit über einem Jahr bereitet sie ihren Tee sichtbar für ihn zu. Weil sie weiß, dass er zuschaut. Weil sie begriffen hat, was er braucht.
Dann findet Helmut das alte Opernglas seiner verstorbenen Frau. Er richtet es auf ihr Fenster. Und zum ersten Mal sieht er scharf, was sie in der Hand hält.
Kurzhörspiel | Kammerspiel | ca. 22 Minuten
Zwei Stimmen. Zwei Fenster. Ein Innenhof. Kein Erzähler.
Mit: Helmut, Margot
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