Die Schuld der Gerechten
Kammerspiel 23 Min.

Die Schuld der Gerechten

Eine Patientin stirbt auf dem OP-Tisch. Drei Kollegen stellen den Chefarzt in seinem Büro – doch wer anklagt, sollte sicher sein, dass die eigene Akte makellos ist.

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Über diese Episode

Ein Chefarzt. Drei Ankläger. Ein Todesfall, der nicht hätte passieren dürfen. Im Büro von Professor Werner Brandt riecht es nach Desinfektionsmittel und kaltem Kaffee. Draußen liegt der beleuchtete Klinikparkplatz, drinnen steht ein massiver Schreibtisch mit grüner Lederauflage. Über ihm das gerahmte Hippokrates-Zitat. An diesem späten Abend betreten drei Kollegen den Raum: Oberärztin Kathrin mit dem OP-Bericht, Anästhesist Tarek mit seinen Beobachtungen, Kaufmännische Direktorin Petra mit der vorbereiteten Rücktrittserklärung. Eine Patientin ist auf Brandts OP-Tisch gestorben. Die drei fordern Konsequenzen. Doch wer glaubt, den Schuldigen gefunden zu haben, sollte sicher sein, dass die eigene Akte makellos ist. Denn Brandt hört zu, stellt ruhige Gegenfragen und seziert ihre Anklage mit chirurgischer Präzision. Eine Dosierungslücke im Narkoseprotokoll. Acht fehlende Sekunden in der Assistenzzeit. Ein wirtschaftliches Motiv hinter moralischer Empörung. Während die Neonröhre an der Decke leise summt und durch die geschlossene Tür das ferne Piepen eines Herzmonitors dringt, beginnt die geschlossene Front zu bröckeln. Ein atmosphärisches Kammerspiel über Schuld, Selbstgerechtigkeit und die Frage, wer das Recht hat, den ersten Stein zu werfen. Dieses deutsche Audio-Drama zeigt, dass manchmal die größte Würde darin liegt, die eigene Schuld anzunehmen, während andere die ihre verkleiden. Laufzeit: ca. 23 Minuten Mit: Erzähler Kathrin (Oberärztin Chirurgie und designierte Nachfolgerin) Tarek (Facharzt für Anästhesiologie) Werner (Professor und Chefarzt der Chirurgie seit 28 Jahren) Petra (Kaufmännische Direktorin der Klinik)
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