Die letzte Seite
Kammerspiel 17 Min.

Die letzte Seite

Jeden Morgen um vier sitzt Gerold auf seiner Parkbank und beobachtet das schlafende Viertel. Seine leisen Kommentare klingen wie Poesie, doch sie sind an jemanden gerichtet, der nicht mehr antworten kann.

0:00 0:00

Über diese Episode

Jeden Morgen um vier Uhr sitzt Gerold auf seiner Parkbank. Er beobachtet das schlafende Viertel, notiert das erste Licht im dritten Stock, die Krähe auf dem Müllcontainer. Seine leisen Kommentare klingen wie Poesie. Doch sie sind mehr als das. Ein atmosphärisches Kammerspiel über die schmale Grenze zwischen Fürsorge und Kontrolle. Unter der flackernden Straßenlaterne eines herbstlichen Stadtparks entfaltet sich ein stiller Monolog, der in Wahrheit ein Dialog mit einer Abwesenden ist. Was als zarte Beobachtung beginnt, verdichtet sich zu etwas Dunklerem: einem Protokoll, das seit Jahrzehnten geführt wird. Und in dessen letzter Zeile eine Botschaft wartet, die alles verändert. Ein Kurzhörspiel über Einsamkeit, Ordnung und die Frage, wann das Festhalten zur Last wird. Leise erzählt, unausweichlich in seiner Wirkung. Mit präziser Soundgestaltung: das Knarzen der Parkbank, der Wind in toten Blättern, die Stille einer Stadt, die noch schläft. Laufzeit: ca. 17 Minuten Mit: Erzähler Gerold (pensionierter Ordnungsamtsmitarbeiter): gesprochen von [Name]
Hörspiel Kurzhörspiel Kammerspiel Audio Drama deutsch Einsamkeit Trauer Psychologisches Hörspiel Atmosphärisches Hörspiel Monolog Herbst