Die Handschrift
Kammerspiel 19 Min.

Die Handschrift

Nach der letzten Vorstellung von Medea müssen sich zwei Schauspielerinnen eine Garderobe teilen. Zwischen Schminke und nassen Wänden fällt ein altes Regiebuch zu Boden und mit ihm die Masken, die beide tragen.

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Über diese Episode

Die Glühbirnen flackern. Braunes Wasser sickert unter der Tür durch. Und zwischen den Kostümen liegt ein Regiebuch, das nie hätte gefunden werden dürfen. Nach der letzten Vorstellung einer gefeierten Medea-Inszenierung müssen sich zwei Schauspielerinnen eine Garderobe teilen. Lena, der gefeierte Nachwuchsstar, und Judith, seit zwanzig Jahren im Ensemble. Die Atmosphäre ist geladen, jeder Satz sitzt. Als aus dem Saum eines Kostüms ein altes Regiebuch fällt, bricht etwas auf, das beide nicht erwartet haben. Die Handschrift darin gehört einer Frau, die vor 25 Jahren an genau diesem Theater probte. Einer Frau, die die Rolle aufgab, weil sie schwanger war. Einer Frau, deren künstlerische Vision eine Fremde auf die Bühne gebracht hat. Abend für Abend. Ohne es zu wissen. Ein Kammerspiel über gestohlene Rollen, vererbte Opfer und die Frage, wem eine Inszenierung wirklich gehört. Leise, unausweichlich, mit einem Twist, der beide Frauen neu definiert. Dieses deutsche Kurzhörspiel verbindet psychologisches Audio-Drama mit atmosphärischem Theatersetting. Dauer: ca. 19 Minuten. Mit: Erzähler Lena (Nachwuchsstar, Hauptrolle) Judith (Ensemblemitglied)
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