Nach vierzig Jahren schließt Dr. Heinrich Voss seine psychotherapeutische Praxis. Als er sich zum ersten Mal in den Patientensessel setzt, beginnt der Stuhl zu sprechen und enthüllt ein Geheimnis, das dreißig Jahre Schuld in neuem Licht erscheinen lässt.
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Über diese Episode
Abenddämmerung in einer leeren Praxis. Die Bücherregale sind geräumt, die Wände kahl. Nur der cognacfarbene Ledersessel steht noch an seinem Platz. Dr. Heinrich Voss, 68, schließt nach vierzig Jahren seine psychotherapeutische Praxis. Als er sich zum ersten Mal in den Patientensessel setzt, beginnt der Stuhl zu sprechen.
Ruhig, sachlich, als hätte er vierzig Jahre auf diesen Moment gewartet. Der Stuhl kennt Heinrich besser als Heinrich sich selbst. Er hat tausende Sitzungen erlebt, jedes Zittern gespürt, jede Stille. Und er hat etwas beobachtet, von dem Heinrich nichts weiß. Etwas, das vor dreißig Jahren geschah.
Der Mann, der immer die Fragen stellte, muss zum ersten Mal Antworten geben. Und der Stuhl lässt sich nicht analysieren.
Kurzhörspiel | Kammerspiel | ca. 19 Minuten
Ein leerer Raum. Zwei Stimmen. Eine Schuld, die dreißig Jahre alt ist.
Mit: Erzähler, Heinrich, Der Stuhl
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