In einem verfallenen Wachturm an der ehemaligen innerdeutschen Grenze stehen sich eine ehemalige Grenzsoldatin und ein junger Dokumentarfilmer gegenüber. Verbunden durch eine Februarnacht im Jahr 1987, die beider Leben für immer veränderte.
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Über diese Episode
Ein verfallener Wachturm. Kalter Wind durch zerbrochene Fenster. Und eine Nacht im Februar 1987, die niemals verging.
In diesem atmosphärischen Kammerspiel treffen die ehemalige DDR-Grenzsoldatin Gudrun und der junge Dokumentarfilmer Mirko an einem Ort aufeinander, der von Geschichte durchtränkt ist. Zwischen rissigem Beton und verblassten Graffiti soll Gudrun vor der Kamera über ihre Vergangenheit sprechen. Doch als Mirko nach jener einen Februarnacht fragt, in der ein Fluchtversuch vereitelt wurde, zerbricht die sachliche Fassade.
Ein Warnschuss. Ein Stasi-Protokoll. Eine Audioaufnahme. Was geschah wirklich in dieser Nacht an der innerdeutschen Grenze bei Helmstedt? Und warum kehrt Mirko nach all den Jahren an diesen verlassenen Ort zurück?
Dieses deutsche Audio-Drama erzählt von der Last unbeantworteter Fragen, von der Unmöglichkeit eindeutiger Wahrheit und von zwei Menschen, die durch Schuld und Verlust unauflösbar miteinander verbunden sind. Ein Kurzhörspiel über die Narben der deutschen Teilung und die Frage, ob Vergebung existieren kann, wenn die Vergangenheit selbst zur Waffe wird.
Laufzeit: ca. 17 Minuten
Mit:
Erzähler
Gudrun (ehemalige DDR-Grenzsoldatin)
Mirko (Dokumentarfilmer)