Dreißig Minuten vor der Premiere erkennt eine Maskenbildnerin im Theaterstück ihre eigene gescheiterte Ehe und der Mann, den sie schminken soll, ist ihr Ex-Mann. Im Spiegel der Maske begegnen sich zwei Menschen, die einander nie vergessen konnten.
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Über diese Episode
Der Spiegel lügt nicht. Dreißig Minuten vor der Premiere. Eine Maskenbildnerin erkennt im Theaterstück ihre eigene gescheiterte Ehe, und der Mann, den sie schminken soll, ist ihr Ex-Mann.
In der Maske eines kleinen Stadttheaters in Erfurt verdichtet sich die Zeit zu einem einzigen, atemlosen Moment. Zwischen Perücken, beleuchteten Spiegeln und dem Geruch von Theaterschminke begegnen sich Iris und Fabian nach Jahren des Schweigens wieder. Was als routinierter Schminkvorgang beginnen sollte, wird zum Showdown: Fabian soll die Hauptrolle in einem Stück spielen, das seine eigene Ehe zum Thema hat, ohne zu wissen, wer die Vorlage ist. Iris erkennt ihre Lebensgeschichte im Skript und muss entscheiden, ob sie schweigt oder die Wahrheit ausspricht.
Dieses intensive Kammerspiel verdichtet Jahre der Verbitterung, unausgesprochener Vorwürfe und nie vergessener Gefühle auf achtzehn Minuten Echtzeit. Während Till, der junge Regieassistent, ahnungslos zwischen den beiden pendelt, tickt die Uhr unerbittlich. Im Zuschauerraum wartet das Publikum, darunter die gemeinsame Tochter, die nichts von der Geschichte ihrer Eltern weiß.
Ein deutsches Audio-Drama über die Unausweichlichkeit der Vergangenheit und den Moment, in dem Masken fallen.
Mit:
Erzähler
Fabian (Theaterschauspieler, Hauptrolle)
Iris (Maskenbildnerin, Ex-Ehefrau von Fabian)
Till (Regieassistent)
Spieldauer: ca. 18 Minuten