Eine Biologin spricht in ein Diktiergerät und archiviert die Welt der Sinne. Kaffee, Regen, Licht auf Haut. Was als wissenschaftliches Experiment beginnt, wird zu etwas, das sie selbst nicht erwartet hat.
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Über diese Episode
Eine Frau spricht in ein Diktiergerät. Kaffee, Regen, Licht auf Haut. Sie archiviert die Welt der Sinne, beschreibt, wie sich Sand zwischen den Zehen anfühlt, wie frisches Brot schmeckt. Was als wissenschaftliches Experiment beginnt, wird zu etwas anderem.
In ihrem Arbeitszimmer in Tübingen, umgeben von Pflanzen und Glasgefäßen mit Proben, spricht die Biologin Cora für jemanden, der diese Aufnahmen finden soll. Mit jeder Aufnahme wird ihre Stimme drängender, die Beschreibungen poetischer. Im Hintergrund wechselt das Licht, die Jahreszeit, die Vögel vor dem Fenster. Dann, nach vielen Wochen, eine andere Stimme: Farah liest Cora die eigenen Worte vor. Und Cora fragt verwundert: 'Wer hat das geschrieben?'
Dieses Kurzhörspiel ohne Erzähler ist ein leises Drama über das Verschwinden und das Festhalten, über die Unmöglichkeit, sich selbst zu bewahren, und den Versuch, es trotzdem zu tun. Ein intimes Audio-Drama über Erinnerung, Verlust und die Frage, was von uns bleibt, wenn wir uns selbst nicht mehr erkennen.
Laufzeit: ca. 27 Minuten
Mit:
Sabine Wiedenmann (Cora, Biologin)
Yasmin El-Nawab (Farah, Archäologin und Coras Nachbarin)