Frequenzwechsel
Drama 23 Min.

Frequenzwechsel

In der letzten Nacht seines Radioprogramms erhält Moderator Hannes Vogt einen Anruf, der zwanzig Jahre Zweifel in eine einzige Gewissheit verwandelt. Eine Frau, die er nie getroffen hat, zeigt ihm, dass seine Stimme die letzte Verbindung eines Menschen zur Welt war.

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Über diese Episode

Ein rotes Sendelicht. Ein leeres Studio. Ein Telefon, das um zwei Uhr nachts klingelt. In seiner allerletzten Sendung erfährt Radiomoderator Hannes Vogt, dass seine Stimme für zwei Menschen mehr bedeutete als bloße Unterhaltung: Sie war Lebensader. Frequenzwechsel ist ein leises Drama über Verbindung und Bedeutung. In den schalldichten Wänden eines Lokalsenders, zwischen knisternden Schallplatten und leuchtenden Mischpultreglern, empfängt Hannes einen Anruf von Margot, einer Frau, die er nie getroffen hat. Sie erzählt ihm von ihrem Mann Walter, der seit einem Schlaganfall 1997 nur noch auf eines reagiert: die Musik aus Hannes' Nachtprogramm. 28 Jahre lang hat Margot jede Sendung auf Kassette aufgenommen. Jede Nacht spielt sie Walter die Aufnahmen vor. Doch ab morgen wird der Sender automatisiert. Die Kassetten bleiben leer. Dieses Kurzhörspiel für Nachklang erzählt von der unsichtbaren Macht des Radios, von Stimmen, die im Dunkeln Halt geben, und von der Frage, was geschieht, wenn die Frequenz abbricht. Ein Audio-Drama über Sender und Empfänger, über zwanzig Jahre Zweifel und eine einzige Gewissheit: Manchmal hört jemand zu. Laufzeit: ca. 23 Minuten Mit den Stimmen von: Erzähler Hannes (Radiomoderator von Frequenzwechsel) Margot (treue Hörerin seit 28 Jahren)
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