47 Sekunden
Kammerspiel 18 Min.

47 Sekunden

Marlene bittet den alten Nachbarn ihrer verstorbenen Mutter, eine letzte Sprachnachricht anzuhören, die sie selbst nicht ertragen kann. Was Herbert ihr daraufhin erzählt, schenkt ihr Frieden, doch die Wahrheit hinter seinen Worten ist eine ganz andere.

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Über diese Episode

Ein Smartphone. Eine Sprachnachricht. Siebenundvierzig Sekunden, die Marlene nicht ertragen kann. An einem Dienstagabend klingelt Marlene bei Herbert, dem alten Nachbarn ihrer verstorbenen Mutter. In seiner kleinen Berliner Wohnung voller Erinnerungen bittet sie ihn um einen unmöglichen Gefallen: Er soll die letzte Sprachnachricht ihrer Mutter Ingrid anhören und ihr sagen, was am Ende gesagt wird. Marlene selbst hat die Aufnahme nie zu Ende gehört. Herbert nimmt das Smartphone, hält es ans Ohr, wartet exakt siebenundvierzig Sekunden. Dann erzählt er Marlene ruhig, fast zärtlich, was ihre Mutter sagt. Marlene weint, bedankt sich, findet endlich Frieden. Doch erst als sie geht und Herbert allein in seinem abgewetzten Ohrensessel sitzt, offenbart sich die Wahrheit: Herbert ist seit Jahren taub. Er hat keinen einzigen Ton gehört. Aber er wusste, was Ingrid sagt, weil die Nachricht von ihm handelt, von einer verschwiegenen Verbundenheit, die Marlene nie ahnte. Ein leises Kammerspiel über Verlust, Vertrauen und die Geheimnisse, die zwischen den Zeilen eines Lebens verborgen liegen. Ein deutsches Audio-Drama, das in achtzehn Minuten eine ganze Welt erzählt. **Sprecher:** Erzähler Marlene (Tochter von Ingrid, Lektorin) Herbert (pensionierter Postbeamter, Nachbar) Ingrid (Marlenes verstorbene Mutter, Stimme auf der Sprachnachricht) Laufzeit: ca. 18 Minuten
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