Zusammenfassung

Justus, Peter und Bob erkunden für einen Fotowettbewerb die Ruine des Roskin-Sanatoriums auf einer Insel vor Long Beach. Dabei beobachten sie einen tätowierten Mann (Zach Canning), der in das Gebäude eindringt, und finden kurz darauf eine Transportbox mit einem wertvollen 'Golden Monkey Flowerhorn'-Fisch. Als sie Geräusche hören, die wie ein Einsturz klingen, fliehen sie.

Die Spur führt zum 'Ozeaneum', wo Canning als Delfintrainer arbeitet. Er dreht den Spieß um und behauptet, er sei selbst nur einem Kollegen, Caden Devlin, auf der Spur, der Fische stiehlt und in der Ruinen-Grotte zwischenlagert. Die Detektive glauben ihm und stellen Devlin in einer kleinen Höhle am Meer, wobei Peter den Dieb mit einem inszenierten Steinschlag in Schach hält, bis die Polizei kommt. Der Fall scheint gelöst.

Doch Bob recherchiert weiter und besucht die Besitzerin Sarah Roskin. Ihre Aussagen und alte Fotos machen ihn stutzig: Die Höhle, in der sie waren, kann nicht die echte Grotte sein. Justus und Peter beschatten derweil Canning erneut und beobachten, wie er und seine Kollegin Nicole einen Delfin aus dem Ozeaneum stehlen und zur Insel bringen. Justus erkennt, dass die 'echte' Grotte nie verschüttet war, sondern heimlich als Drogenlabor weiterbetrieben wird. Canning und Roskin stecken unter einer Decke und nutzen die Delfine, um Drogen zu Schiffen auf hoher See zu bringen. In der Grotte werden Justus und Peter von den Verbrechern gestellt. In letzter Sekunde taucht Bob – humpelnd mit gebrochenem Fuß – zusammen mit der Küstenwache auf, die er alarmiert hatte, nachdem er den geheimen Zugang entdeckt hatte.

Review

Delfine auf Drogen und Bob auf Krücken – Ein tierischer Trip!
Ein verlassenes Sanatorium, ein seltener Fisch und Delfine als Drogenkuriere? Folge 210 dreht völlig frei! Warum Bob Andrews trotz Gipsfuß der wahre MVP dieser Folge ist, erfahrt ihr in meinem neuen Review.

Hallo liebe Kassettenkinder, Streaming-Junkies und Zentrale-Bewohner!

Freunde, haltet euch am Kirschkuchen fest, denn heute tauchen wir ab – und zwar tiefer als der Phantomsee! Wir besprechen Folge 210, „...und die schweigende Grotte“. Ein Titel, der so mysteriös klingt wie Justus' Diätpläne, aber dahinter verbirgt sich ein echtes Brett von Christoph Dittert. Schnappt euch eure Visitenkarten (die weißen!), wir legen los!

ERSTER EINDRUCK


Hand aufs Herz: Wenn ihr „Verlassenes Sanatorium auf einer Insel“ lest, geht euch doch auch das Fan-Herz auf, oder? Das schreit förmlich nach Geheimgängen, gruseligen Geräuschen und Peter, der bibbernd im Auto warten will. Mein erster Gedanke war: „Endlich wieder Classic-Vibes!“ Und ich wurde nicht enttäuscht – zumindest am Anfang. Die Atmosphäre ist dichter als der Nebel über Rocky Beach.

DIE STORY


Alles beginnt harmlos mit einem Fotowettbewerb (Klassiker!), führt unsere drei Detektive in die Ruine des Roskin-Sanatoriums und endet – ich mache keine Witze – mit Delfinen, die als Drogenkuriere missbraucht werden. Zwischendurch finden wir einen Fisch, der mehr wert ist als Peters MG, und lassen uns von einem zwielichtigen Typen namens Zach Canning an der Nase herumführen. Es ist eine dieser Dittert-Folgen, die klein anfangen und dann völlig eskalieren. Bond-Bösewicht-Vibes inklusive!

UNSERE HELDEN


Justus: Unser erster Detektiv hat hier einen schweren Stand. Er lässt sich von Canning so richtig schön einlullen. Aber: Er rettet seine Ehre, indem er den „Bart-Trick“ durchschaut. Dieser Moment, wenn der Groschen fällt, ist pures Gold.
Peter: Der Zweite zeigt Eier! Sorry, Tante Mathilda, aber anders kann man es nicht sagen. Sein Bluff in der Höhle, als er so tut, als hätte er den Felssturz ausgelöst („Das war ich! Keine Bewegung!“), ist absolute Weltklasse. Peter Shaw, Actionheld wider Willen.
Bob: Ladies and Gentlemen, wir haben einen MVP! Bob „Recherchen und Archiv“ Andrews bricht sich den Fuß (aua!), humpelt den Rest der Folge auf Krücken durch die Gegend und rettet am Ende TROTZDEM den Tag. Er lässt sich von der arroganten Mrs. Roskin nicht einschüchtern und kombiniert schneller, als er humpeln kann. Ein Hoch auf unseren verletzten Krieger!

DIE GEGENSPIELER


Zach Canning (gesprochen von Martin May) ist ein herrlich fieser Typ. Erst der nette Kumpel, dann das eiskalte Ekelpaket. Aber die wahre Endgegnerin ist Sarah Roskin. Eine alte Dame, die Delfine mit Drogen vollstopft, um ihren Reichtum zu sichern? Das ist so drüber, das ist schon wieder genial. Sie hat diese wunderbare „Ich bin reich, mir kann keiner was“-Attitüde, die man einfach hassen muss.

BESTE MOMENTE


1. Der Bluff: Wie schon erwähnt, Peter in der Höhle. Oscar-verdächtig.
2. Bobs Solo: Sein Verhör bei Mrs. Roskin. Man spürt förmlich, wie er innerlich die Augen verdreht, während er höflich bleibt.
3. Das Finale: Justus und Peter sind gefesselt, das Wasser steigt (oder die Schurken drohen), und wer kommt angehumpelt? Bob mit der Küstenwache im Schlepptau. Episch!

SCHWACHSTELLEN


Okay, Butter bei die Fische (Wortspiel beabsichtigt): Der Plan der Bösewichte ist schon… speziell. Delfine? Drogen? Auf hoher See? Das ist logistisch vielleicht nicht der sicherste Weg, um Rauschgift zu schmuggeln. Und der Titel „Die schweigende Grotte“? Naja. Grotten schweigen meistens, es sei denn, Peter schreit darin herum. Da hätte man was Knackigeres finden können. „Das Delfin-Komplott“ oder so.

SERIEN-KONTEXT


Folge 210 reiht sich perfekt in die „Neuzeit-Action“-Ära von Christoph Dittert ein. Dittert, der ja auch für Perry Rhodan schreibt, liebt technische Spielereien und überlebensgroße Plots. Im Vergleich zu den gemütlichen Fällen der Frühzeit ist das hier High-Speed-Crime. Interessant: Die Folge erschien im Juni 2021, mitten in der Pandemie-Zeit. Man merkt der Produktion aber nichts an – die Regie von Heikedine Körting ist wie immer on point.


SPRECHER-SPOTLIGHT


Hier wird es spannend für Nerds!
Martin May (Zach Canning): Ein echtes Schwergewicht! Filmfans kennen ihn als Fähnrich Ullmann aus dem legendären Film Das Boot (1981). Er war aber auch schon in anderen ???-Folgen dabei, z.B. als Anthem Hummer in House of Horrors oder Mr. Carrington in ...und der Mann ohne Augen (185). Seine raue Stimme passt perfekt zum zwielichtigen Canning.
Saskia Weckler (Nicole): Sie ist die Tochter des Hamburger Schauspielers Michael Weckler. Serien-Junkies kennen ihre Stimme als Kim Bauer (Elisha Cuthbert) in der Erfolgsserie 24. In Rocky Beach war sie schon mal als Layla in SMS aus dem Grab (129) zu hören.
Elke Reissert (Sarah Roskin): Eine Veteranin! Sie war schon 1998 in Folge 80 Geheimakte Ufo als Cosma dabei. Schön, solche Stimmen wiederzuhören!

PRODUKTIONS-HISTORIE


Das Hörspiel basiert auf dem gleichnamigen Buch von Christoph Dittert (erschienen 2020). Wie so oft musste André Minninger das Skript straffen. Im Buch ist die Recherche rund um die Delfine noch ausführlicher, aber das Hörspiel fängt die beklemmende Atmosphäre in der Ruine fast besser ein. Fun Fact: Wegen Corona gab es keine klassische Record-Release-Party, sondern ein Online-Feature mit Oliver Rohrbeck und Heikedine Körting.


FAN-SERVICE-CHECK


Sanatorium: Ein klassischer ???-Schauplatz. Erinnert an alte Gruselfilme.
Verletzter Detektiv: Dass Bob sich wirklich etwas bricht und den Fall als Invalide löst, ist ein Bruch mit der Routine (normalerweise wird Peter nur kurz ausgeknockt).
Justus' Monolog: Natürlich darf die ausführliche Erklärung am Ende nicht fehlen, auch wenn die Schurken da schon Handschellen tragen.

FAZIT & EMPFEHLUNG


„...und die schweigende Grotte“ ist ein starker Mix aus klassischer Schatzsuche (Ruine) und modernem Öko-Thriller (Tierschmuggel). Wer über den etwas absurden Delfin-Plot hinwegsehen kann, bekommt ein spannendes Abenteuer mit einem überragenden Bob Andrews. Für mich eine der besseren Folgen der 200er-Reihe!

Also, Kollegen: Kassette rein, Play drücken und bloß nicht den Fuß brechen!

Wusstest du schon?

Die Geschichte thematisiert den militärischen Missbrauch von Meeressäugern, was einen realen Hintergrund hat.
Bob bricht sich in dieser Folge den Fuß, was seine Mobilität im Finale stark einschränkt – ein seltenes physisches Handicap für einen der Detektive während eines Falls.
Cover
Bewertung
7.5
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7,5 von 10 Drogen-Delfinen
Das Rätsel
Die Konstruktion ist clever: Ein 'kleiner' Fall (Fischdiebstahl) wird als Ablenkungsmanöver für das große Verbrechen (Drogenlabor) genutzt. Dass die Detektive zunächst auf den falschen Täter hereinfallen, macht die Story dynamisch.
Plot & Logik
Der Plan, Delfine als Drogenkuriere zu nutzen, ist herrlich übertrieben – fast schon Bond-Bösewicht-Niveau, aber im Kosmos der Serie akzeptabel. Dass Mrs. Roskin Bob zu sich einlädt, obwohl sie etwas zu verbergen hat, ist riskant, wird aber mit ihrer Arroganz erklärt.
Kapitel
1 Ein Mann verschwindet 0:00 min
2 Der Tausend-Dollar-Fisch 7:22 min
3 Delfine und begeisterte Fans 15:05 min
4 Im Zwielicht 27:01 min
5 Visite bei der Privatärztin 33:50 min
6 Zugang zur Vergangenheit 46:42 min

Im Detail

J
Justus Jonas
Brilliert durch Misstrauen. Er durchschaut schließlich das Versteckspiel mit dem 'falschen Bart' und kombiniert messerscharf, dass die Grotte noch existieren muss.
P
Peter Shaw
Zeigt viel Einsatz. Sein Trick mit dem Felsbrocken, um Devlin einzuschüchtern ('Das war ich!'), ist ein Highlight und beweist, dass er nicht nur der Angsthase ist.
B
Bob Andrews
Der heimliche Held der Folge. Er recherchiert hartnäckig, durchschaut Roskins Lügen und rettet am Ende alle, obwohl er sich den Fuß gebrochen hat.

Sprecher

Verwandte Folgen

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