Zusammenfassung

Der Fall beginnt in der Zentrale, wo Justus, Peter und Bob ein auffällig einfaches Kreuzworträtsel lösen, dessen Hauptgewinn eine Reise nach Mexiko ist. Um ihre Chancen zu erhöhen, senden alle drei eine Lösung ein, doch Dusty Rice, der Veranstalter, wählt gezielt Justus aus – angeblich per Los, doch Justus durchschaut schnell, dass es um den Code-Satz „Höre ich die Lieder von Mexiko?“ geht. Vor der Abreise erhält Justus eine mysteriöse Warnung auf Kassette, gesprochen von einer Stimme, die seiner eigenen täuschend ähnlich klingt.

In Mexiko angekommen, werden die Detektive auf der Ranch von Dusty Rice und dem Koch Ascension empfangen. Rice präsentiert ihnen den wilden Esel „Blondie“, der aggressiv auf alle reagiert – außer auf Justus. Justus erkennt durch seine Kombinationsgabe den Zusammenhang: Die Lösungswörter des Rätsels („Komm“, „Her“, „Los“) sind Kommandos, auf die der Esel konditioniert ist. Er schlussfolgert, dass Rice jemanden sucht, dessen Stimme der des ursprünglichen Besitzers gleicht, um den Esel zu steuern.

Rice drängt zu einem Ausflug in die Berge, angeblich um Blondies Hufe abzunutzen. Unterwegs treffen sie auf eine mysteriöse Mexikanerin namens Mercedes, die sie vor Rice warnt und von einem Schatz des Pancho Villa erzählt, den ein junger Amerikaner namens Britt gefunden haben soll. Britt ist verschwunden, und Rice hofft, dass der Esel ihn zu Britt führt. Tatsächlich finden die drei ??? Britt in einer Höhle. Seine Stimme ähnelt der von Justus so sehr, dass der Esel ihn sofort wiedererkennt.

Am nächsten Morgen zeigt Rice sein wahres Gesicht: Er bedroht die Gruppe mit einem Gewehr, um an den Schatz zu kommen, und lässt sie fesseln. In letzter Sekunde greift Mercedes ein, die sich als Britts verkleidete Mutter entpuppt. Doch Rice kann sich durch eine List befreien und flieht in Richtung Schatzhöhle. Plötzlich bricht der Vulkan aus. Während die Detektive und die Familie Douglas entkommen, wird Rice auf der Suche nach dem Gold von der Lava eingeschlossen. Der Fall endet damit, dass Blondie einem anderen Eselruf folgt und in die Freiheit zurückkehrt.

Review

Justus Jonas in Mexiko – Ein Esel, ein Vulkan und der größte Stimmen-Gag der Serie!
Was passiert, wenn Justus Jonas plötzlich klingt wie Tarzan von TKKG? In Folge 51 'Der riskante Ritt' wird die Logik gegrillt wie ein Burrito, aber der Spaßfaktor ist heißer als Lava!

Hola, Amigos und herzlich willkommen in der Zentrale! Schnappt euch einen Sombrero und stellt den Kirschkuchen zur Seite, denn heute reiten wir in den Sonnenuntergang. Oder besser gesagt: Wir stolpern in einen der absurdesten Fälle der "Crimebusters"-Ära. Es ist Zeit für Folge 51: Der riskante Ritt!

Wenn ihr dachtet, ein Papagei, der Telefonbücher auswendig lernt, wäre biologisch fragwürdig, dann wartet ab, bis ihr "Blondie" kennenlernt – den Esel mit dem absoluten Gehör (und offenbar einer Sehschwäche).

ERSTER EINDRUCK


Man legt die Kassette (oder streamt, wir sind ja modern) ein und denkt sich: "Moment, bin ich im falschen Film?" Western-Musik, Esel-Geschrei und eine Prämisse, die so dünn ist wie Peters Geduldsfaden bei Geistererscheinungen. Ein Kreuzworträtsel als Aufhänger? Ernsthaft? Aber genau das macht den Charme dieser 90er-Jahre-Folgen aus: Sie nehmen sich selbst nicht zu ernst und liefern herrlich trashiges Abenteuer-Feeling. Es riecht nach Staub, Bohneneintopf und Logiklöchern.

DIE STORY


Justus "Der Mann, der alles weiß" Jonas löst ein Kreuzworträtsel, das vermutlich selbst Tante Mathilda im Schlaf geknackt hätte. Der Preis: Ein Trip nach Mexiko! Zusammen mit Peter und Bob landet er auf der Ranch von Dusty Rice. Der Rancher hat aber weniger Interesse an Justus' Ratekünsten als an seiner Stimme. Denn Justus klingt angeblich haargenau wie Britt Douglas, ein verschwundener Junge, auf dessen Stimme der Esel "Blondie" konditioniert ist. Warum? Weil Blondie der einzige Wegweiser zu einem Schatz von Pancho Villa ist. Klingt kompliziert? Ist es auch – und herrlich bescheuert. Am Ende gibt es Gold, Lava und einen Vulkanausbruch, der pünktlicher kommt als die Deutsche Bahn.

UNSERE HELDEN


Justus ist hier in seinem Element als Besserwisser, muss aber eine bittere Pille schlucken: Er ist diesmal nur Mittel zum Zweck, weil er klingt wie jemand anderes. Seine Analyse der Esel-Kommandos ("Komm", "Her", "Los") ist ein klassischer Sherlock-Moment, auch wenn die Präsentation etwas von einem Deutschlehrer auf Exkursion hat.

Peter liefert den besten Spruch der Folge, als er Justus' "animalischen Magnetismus" auf Eseldamen beschränkt. Unser Zweiter Detektiv ist in Mexiko überraschend taff – klar, er hat Angst, aber er fesselt seine Freunde (aus Notwehr!) mit einer Präzision, die man ihm gar nicht zugetraut hätte.

Bob ist wie so oft das Bindeglied. Er rettet den Tag mit dem entscheidenden Hinweis auf die Augenfarbe der Mutter. Ohne Bob wären Justus und Peter vermutlich als Eselfutter geendet. Ein Hoch auf das Archiv!

DIE GEGENSPIELER


Dusty Rice ist der klassische "Ich will Gold und gehe dafür über Leichen"-Schurke. Günther Flesch spricht ihn mit einer wunderbaren Schmierigkeit, aber viel Tiefe hat der Mann nicht. Er ist böse, weil das Drehbuch einen Bösen brauchte.

Interessanter ist Ascension, der Koch. Zuerst unscheinbar, dann... immer noch unscheinbar, aber mit Eckart Dux als Sprecher veredelt.

Und dann ist da Mercedes Douglas. Ohne zu viel zu spoilern: Ihre Maskerade ist so theatralisch, dass sie fast schon wieder genial ist. Wer sich als alte Mexikanerin verkleidet, um seinen Sohn zu suchen, hat entweder zu viele Telenovelas gesehen oder ist einfach genial.

BESTE MOMENTE


Der absolute Meta-Hammer (und hier müssen wir kurz die vierte Wand durchbrechen): Britt Douglas taucht auf. Justus sagt: "Er hat genau meine Stimme!" Und wer spricht Britt? Sascha Draeger! Ja, genau! Tim (bzw. Tarzan) von TKKG!
Der Witz daran: Oliver Rohrbeck und Sascha Draeger haben so unterschiedliche Stimmen wie eine Tuba und eine Blockflöte. Dass die drei ??? im Hörspiel so tun, als würden sie identisch klingen, ist der größte Insider-Gag der Hörspielgeschichte. Ich lache jedes Mal Tränen bei dieser Szene.

Ein weiteres Highlight: Das Finale am Vulkan. Es ist so herrlich "Indiana Jones für Arme", dass man einfach mitfiebern muss.

SCHWACHSTELLEN


Leute, wir müssen über den Esel reden. Ein Esel, der nur auf eine Stimmlage hört, aber ignoriert, dass die Person ganz anders aussieht und riecht? Biologie 6, setzen!
Zudem ist der Vulkanausbruch am Ende der faulste Drehbuch-Trick aller Zeiten. "Oh, wir wissen nicht, wohin mit dem Bösewicht? Lass ihn von Lava fressen!" Das ist Deus Ex Machina in Reinform.

SERIEN-KONTEXT


Folge 51 stammt aus dem Jahr 1990/1991. Wir befinden uns in der Übergangsphase nach der "Crimebusters"-Ära. Die Fälle wurden wieder etwas klassischer, behielten aber das höhere Tempo und die Action-Elemente bei. Es ist keine "Mystery"-Folge, sondern ein reiner Abenteuer-Thriller. In der Chronologie steht sie etwas isoliert da – es gibt keine wiederkehrenden Bösewichte wie Hugenay oder Grey. Sie ist ein typischer "On-the-Road"-Fall, ähnlich wie "Automafia" oder "Gekaufte Spieler".


SPRECHER-SPOTLIGHT


Hier glänzt die Folge heller als der Schatz von Pancho Villa!

Sascha Draeger (Britt): Die Legende! Die Stimme von Tim/Tarzan bei TKKG. Dass er hier den Justus-Zwilling mimt, ist wie gesagt Comedy-Gold.
Marianne Kehlau (Mercedes): (Achtung: Im Inlay steht oft fälschlicherweise Renate Pichler, aber es ist die großartige Marianne Kehlau!). Sie war die deutsche Stimme von Grace Kelly und – Nerd-Alarm! – die Stimme des Bordcomputers der Enterprise in "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert". Eine absolute Ikone!
Eckart Dux (Ascension): Ein Gigant! Er war die Stimme von Anthony Perkins in "Psycho" (Norman Bates!) und später der unvergessene Arthur Spooner in "King of Queens". Dass so eine Legende hier den Koch spielt, ist purer Luxus.
Günther Flesch (Dusty Rice): Ein Europa-Urgestein, oft auf zwielichtige Typen abonniert (auch viel bei TKKG und Fünf Freunde zu hören).

PRODUKTIONS-HISTORIE


Die Folge basiert auf dem Buch "The Mystery of the Rogues' Reunion" von Marc Brandel.
WICHTIG: Im Buch ist der Plot ganz anders aufgezogen! Dort geht es um ein Treffen ehemaliger Kinderstars ("Rogues"), und Jupiter (Justus) sieht einem der Schauspieler ähnlich. Das deutsche Hörspiel hat das komplett umgedichtet: Aus der optischen Ähnlichkeit wurde die (absurde) stimmliche Ähnlichkeit, und das "Kinderstar-Reunion"-Thema wurde durch das Kreuzworträtsel ersetzt. Eine der drastischsten Änderungen in der Geschichte der Serie!

FAZIT & EMPFEHLUNG


"Der riskante Ritt" ist keine Detektiv-Meisterleistung. Es ist ein Action-B-Movie für die Ohren. Die Logik macht Urlaub in Acapulco, aber der Unterhaltungswert ist durch die Decke. Allein wegen des "Rohrbeck trifft Draeger"-Moments gehört diese Folge in jede Sammlung. Sie ist perfekt für lange Autofahrten oder wenn man einfach mal abschalten und grinsen will.

Wer TKKG-Crossover im Geiste mag und Esel nicht für die klügsten Tiere der Welt hält, wird hier bestens bedient!

Wusstest du schon?

Im Hörspiel wird Britt Douglas von Sascha Draeger gesprochen, der vor allem als Tarzan/Tim aus TKKG bekannt ist. Dass seine Stimme der von Oliver Rohrbeck (Justus) ähneln soll, ist ein Running Gag unter Hörspielfans, da die beiden sehr unterschiedlich klingen.
Der Plot basiert auf dem Buch 'The Mystery of the Rogues' Reunion' von Marc Brandel.
Das Motiv des Vulkanausbruchs, der die Bösewichte oder Beweise vernichtet, ist ein beliebtes Stilmittel in Abenteuergeschichten dieser Zeit.
Cover
Bewertung
7
🫏 🫏 🫏 🫏 🫏 🫏 🫏 🫏 🫏 🫏
7.5 von 10 sturen Eseln
Das Rätsel
Die Grundidee mit dem Kreuzworträtsel, das eigentlich Esel-Kommandos abfragt, ist charmant und eine schöne deduktive Leistung von Justus. Dass allerdings ein ganzer Plan darauf fußt, dass ein Esel nur auf eine spezifische Stimmlage hört (und Augen ignoriert), ist biologisch und logisch eher wackelig.
Plot & Logik
Hier muss man als Fan beide Augen zudrücken. Dass Justus genau wie Britt klingt, ist der Dreh- und Angelpunkt, wirkt aber arg konstruiert. Auch das Verhalten von Mercedes – sich als Mexikanerin zu verkleiden, statt direkt Hilfe zu holen – dient eher der Dramaturgie als dem gesunden Menschenverstand. Der Vulkanausbruch am Ende ist ein klassischer 'Deus ex Machina', der das Problem mit dem Bösewicht sehr bequem löst.
Kapitel
1 Teilnahme kostenlos 0:00 min
2 Justus' Eroberung 7:03 min
3 Auf Blondie ist Verlass 16:28 min
4 Wer ist hier der Boss? 22:02 min
5 Unverhoffter Besuch 27:05 min
6 Gefahr von allen Seiten 36:40 min
7 Verfrühter Triumph 44:31 min
8 Flüsse aus Feuer 49:07 min

Im Detail

J
Justus Jonas
Justus ist in Hochform, was die Analyse angeht. Er durchschaut das Rätsel um die Esel-Kommandos brillant. Auch seine Weitsicht, ein Taschenmesser im Schlafsack zu verstecken, rettet den Tag.
P
Peter Shaw
Peter darf hier mehr als nur der Angsthase sein; er zeigt Galgenhumor ('animalischer Magnetismus') und muss die undankbare Aufgabe übernehmen, seine Freunde zu fesseln, was die Bedrohung greifbar macht.
B
Bob Andrews
Bob kommt etwas kurz, hat aber den entscheidenden Moment, als er die Tarnung von Mercedes durchschaut, indem er sich an Britts Beschreibung seiner Mutter (blond, blaue Augen) erinnert.

Sprecher

Verwandte Folgen

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