Siebenundvierzig Winter
Drama 14 Min.

Siebenundvierzig Winter

Heinrich Möller war der letzte Grünkohlkönig von Oldenburg. Seit 1977 pflegt er eine Pflanze, die längst tot sein sollte. Heute, an einem eisigen Februarmorgen, bricht sie ihr Schweigen.

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Über diese Episode

Im Schrebergarten am Dobbenteich steht eine Pflanze, die nicht existieren dürfte. 47 Winter hat sie überlebt. Heute, an einem eisigen Februarmorgen, beginnt sie zu sprechen. Heinrich Möller war 1977 der letzte Grünkohlkönig von Oldenburg. Seit diesem Tag züchtet er Grünkohl in seinem Schrebergarten, doch eine Pflanze ist anders als alle anderen. Sie wächst nicht mehr, sie stirbt nicht. Sie wartet. Jeden Tag spricht Heinrich mit ihr, erzählt von den Kohlfahrten, von alten Freunden, von der Zeit, die vergeht. Doch heute, nach 47 Jahren, antwortet die Pflanze. Sie hat alles bewahrt. Jede Erinnerung, jede Freundschaft, jeden Verlust. Sie hat zugehört, während Heinrich älter wurde und die Welt sich veränderte. Doch nun ist sie müde. Heinrich steht vor einer unmöglichen Wahl: Die Pflanze gehen lassen und mit ihr alle Erinnerungen verlieren. Oder sie am Leben halten und für immer in der Vergangenheit gefangen bleiben. Ein leises Audio-Drama über Erinnerung, Verlust und die Dinge, die wir bewahren, obwohl wir sie loslassen sollten. Ein deutsches Kurzhörspiel aus Oldenburg, wo Tradition auf das Unmögliche trifft. Laufzeit: ca. 14 Minuten Mit den Stimmen von: Heinrich Möller (Letzter Grünkohlkönig von Oldenburg) Die Palme (Eine Grünkohlpflanze, die überlebt hat) Erzähler
Hörspiel Kurzhörspiel Audio-Drama Drama Oldenburg Grünkohl Kohlfahrt Erinnerung Verlust deutsch magischer Realismus