Zusammenfassung

Die Geschichte beginnt im Polizeirevier von Rocky Beach, wo sich Inspektor Cottas Vertretung, Lisa Merriwether, vorstellt. Die Polizistin aus Los Angeles zeigt sich wenig beeindruckt von den drei ??? und drückt ihnen stapelweise Bagatellfälle aufs Auge – entlaufene Katzen und gestohlene Dreiräder. Justus pickt sich jedoch einen Brief von Elena Fleckenstein heraus, die in ihrem geerbten Bunker in Devil's Corner Geisterstimmen gehört haben will. Während Peter und Bob widerwillig die Kleinfälle lösen (Rubbish George hatte den Fisch gestohlen), besteht Justus auf einer Untersuchung des Bunkers.

Am Bunker angekommen, dringen die Detektive durch einen Zaun ein und hören tatsächlich unheimliche Stimmen: 'Wir wollen allein sein.' Im Inneren entdecken sie einen Rucksack mit einem Seil, bevor sie in einem 'Geisterzimmer' mit Einwegspiegel eingeschlossen werden. Ein Unbekannter meldet sich über Lautsprecher. Er hält die Jungen für Handlanger von Merriwether. Kurz darauf tappt auch die Kommissarin in die Falle und wird zu den Jungen gesperrt. Es stellt sich heraus, dass der Unbekannte – Roderick Sanders – der Komplize des inhaftierten Kunstdiebes Brad Cole ist. Er sucht nach der Beute, dem 'Füllhorn der Moderne', und glaubt, Merriwether wisse durch ein Verhör Coles, wo es versteckt ist. Der Schlüssel scheint in dem Buch 'Die Insel des Todes' zu liegen, das Merriwether zufällig dabei hat.

Justus entwickelt einen Ausbruchsplan: Er präpariert das Buch mit einem Mikrofon und übergibt es Sanders. Während dieser versucht, einen Zahlen-Code zu entschlüsseln, nutzen die Detektive das gefundene Seil, um den Türriegel durch ein Loch von außen zu öffnen. Sie entkommen, doch Sanders flieht. Eine wilde Verfolgungsjagd, bei der Merriwether eine vorbeikommende Stuntfahrerin rekrutiert, bleibt erfolglos.

Zurück in der Zentrale knackt Justus den Code, da der Dieb die falsche Buchausgabe benutzte. Die Spur führt zu Rubbish George am Hafen ('Platz 74'). Dieser gesteht, die 'hässliche' Skulptur gefunden und an Onkel Titus verkauft zu haben. Titus wiederum hat das Ding pink angesprüht und – Ironie des Schicksals – den drei ??? geschenkt, die es wiederum Merriwether als Willkommensgeschenk überreicht haben. Die Beute steht also längst im Polizeirevier! Sanders versucht mit einem Ablenkungsmanöver (falsche Alarme) in die Wache einzudringen, wird dort aber von Merriwether und den drei ??? überwältigt. Unter der Farbe kommt das goldene Kunstwerk zum Vorschein.

Review

Mord mit Aussicht in Rocky Beach: Wenn Sophie Haas auf Justus Jonas trifft!
Inspektor Cotta ist im Urlaub und seine Vertretung mischt die drei ??? ordentlich auf. Warum Folge 214 dank Caroline Peters ein absolutes Fest für TV-Nerds ist und was ein pinkes Kunstwerk damit zu tun hat, lest ihr hier!

Hallo liebe Kollegen, Detektive und Bunker-Experten!

Wisst ihr, was passiert, wenn man "Mord mit Aussicht" in einen Mixer mit einer klassischen Ben-Nevis-Action-Folge wirft und das Ganze mit einer Prise "Wir sperren die Jungs mal wieder ein" würzt? Richtig: Man bekommt Folge 214, "...und der Geisterbunker". Schnappt euch eure Taschenlampen (aber bitte die mit den neuen Batterien, Peter!), denn wir steigen hinab in die tiefsten Tiefen von Rocky Beach.

ERSTER EINDRUCK


Leute, ich sag's euch direkt: Ich hatte Pipi in den Augen vor Lachen. Nicht wegen der Geister (die sind so gruselig wie Tante Mathildas Diätpläne), sondern wegen der neuen Kommissarin. Wenn Inspektor Cotta mal Urlaub macht, bricht in Rocky Beach normalerweise das Chaos aus. Aber diesmal? Diesmal bekommen wir Lisa Merriwether aus L.A. serviert, und die Frau ist der Knaller. Der Vibe der Folge ist eine herrliche Mischung aus Kammerspiel und Schnitzeljagd, auch wenn man zwischendurch kurz davor ist, Justus ein Hustenbonbon zu reichen.

DIE STORY


Kurzfassung für Eilige: Cotta ist weg, Merriwether ist da. Sie hält unsere drei ??? für spielende Kinder und verdonnert sie dazu, entlaufene Haustiere zu suchen. Justus (beleidigt wie eine Diva, der man den roten Teppich geklaut hat) stürzt sich stattdessen auf einen Spuk-Fall in einem alten Bunker. Dort werden sie prompt eingesperrt – und zwar zusammen mit der skeptischen Kommissarin! Es geht um einen Kunstraub, ein Buch mit einem Code und einen Täter, der Stimmen über Lautsprecher einspielt. Klassischer Scooby-Doo-Moment, aber mit mehr Dialogwitz.

UNSERE HELDEN


Justus: Unser Erster Detektiv ist in absoluter Höchstform, was seine "Ich weiß alles besser"-Attitüde angeht. Wie er die Kommissarin mit höflicher Penetranz in den Wahnsinn treibt, ist Gold wert. Sein Highlight: Er knackt den Code im Kopf, während er gefühlt noch Mittagsschlaf hält. Ein echter "Justus-Jonas-Gedächtnis-Moment".
Peter: Der arme Kerl. Erst muss er Kleinkram-Fälle lösen, dann wird er im dunklen Bunker eingesperrt. Aber: Peter darf am Ende wieder den Action-Helden mimen. Seine Panik hält sich diesmal in Grenzen, wahrscheinlich war er zu genervt von der Kommissarin, um Angst zu haben.
Bob: Unser Archivar glänzt durch Wissen über Bücher (wer hätte das gedacht?). Er ist das Bindeglied, das die Story zusammenhält, auch wenn er im Mittelteil etwas blass bleibt. Dafür hat er das entscheidende Buch besorgt – ohne Bob keine Lösung, so einfach ist das.

DIE GEGENSPIELER


Der Bösewicht Roderick Sanders (gesprochen von Albrecht Ganskopf) wirkt solide, aber nicht überragend. Er ist halt der typische "Ich sperre euch ein und erzähle euch meinen Plan"-Schurke.
Aber der eigentliche "Gegenspieler" ist hier Lisa Merriwether! Ihre Reibung mit den Jungs ist das Salz in der Suppe. Sie nimmt sie nicht ernst, und genau das motiviert Justus zur Höchstleistung.

BESTE MOMENTE


1. Das Verhör im Bunker: Justus und Merriwether auf engstem Raum. Sie will Polizeiarbeit machen, er analysiert die Akustik. Großes Kino!
2. Der Twist mit der Beute: Dass das gestohlene Kunstwerk die ganze Zeit als pink angesprühtes Scheußlichkeits-Geschenk auf dem Polizeirevier stand, ist der brüllend komische Höhepunkt. Das ist Ben Nevis' Humor in Reinkultur.
3. Die Stuntfrau: Okay, es ist total drüber, aber dass Merriwether auf der Flucht eine Stuntfahrerin rekrutiert, ist so herrlich absurd, dass man es feiern muss.

SCHWACHSTELLEN


Seien wir ehrlich: Der Mittelteil im Bunker zieht sich wie Kaugummi unter der Schuhsohle. Track 5 ist gefühlt 17 Minuten lang und besteht zu 80% aus "Wir kommen hier nicht raus" und "Hörst du das?". Da hätte man den Schnitt etwas straffen können. Auch dass die "Geister" so schnell als technischer Trick entlarvt werden, nimmt etwas die Grusel-Atmosphäre, die der Titel verspricht.

SERIEN-KONTEXT


Jetzt wird's nerdig!
- Rubbish George: Unser Lieblings-Obdachloser ist zurück! Wir kennen ihn und seine Mülltonnen-Weisheiten schon aus Klassikern wie Feuermond (Folge 125) oder SMS aus dem Grab (Folge 129). Er ist quasi der Informant für alles, was unter dem Radar läuft. Schön, dass diese Kontinuität gewahrt bleibt.
- Bunker-Liebe: Autor Ben Nevis hat offensichtlich ein Faible für unterirdische Anlagen (erinnert ihr euch an Todesflug?). Der Bunker hier fügt sich nahtlos in die Tradition der klaustrophobischen Rocky-Beach-Locations ein.

SPRECHER-SPOTLIGHT (Das Herzstück!)


Leute, der Cast ist ein Festmahl für deutsche TV-Fans!
- Caroline Peters als Lisa Merriwether: JA! Es ist Sophie Haas aus "Mord mit Aussicht"! Sie spielt die Rolle fast identisch: taff, großstädtisch, leicht genervt von der Provinz. Für Fans der Serie ist das ein absolutes Meta-Highlight. Man wartet förmlich darauf, dass sie "Bärbel!" ruft.
- Hans-Peter Korff als Rubbish George: Eine Legende! Wir kennen ihn alle als Siegfried Drombusch ("Diese Drombuschs") oder Onkel Heini. Dass er hier den schrulligen Rubbish George spricht, verleiht der Figur unglaublich viel Wärme. (Anmerkung: Ein trauriger Moment für uns Fans, da Korff im März 2025 verstorben ist – diese Rolle bleibt eine wunderbare Erinnerung an seine großartige Stimme).
- Christiane Leuchtmann als Elena Fleckenstein: Fun Fact: Sie war im echten Leben mit Hans-Peter Korff verheiratet! Die beiden hier zusammen in einem Cast zu haben (auch wenn sie kaum gemeinsame Szenen haben), ist ein schönes Easter Egg der Regie.

PRODUKTIONS-HISTORIE


Die Folge erschien im Februar 2022. Wegen der Corona-Pandemie gab es keine klassische Record-Release-Party mit Publikum, sondern ein Online-Feature. Das hört man der Produktion aber nicht an – die Soundqualität ist top. Interessant ist der Vergleich zum Buch: Im Buch ist die Action noch etwas breiter ausgewalzt, aber das Hörspiel fängt die Kammerspiel-Atmosphäre im Bunker fast besser ein.

FAZIT & EMPFEHLUNG


"Und der Geisterbunker" ist vielleicht kein Grusel-Schocker, aber ein extrem unterhaltsamer Krimi mit einer der besten Gast-Kommissarinnen aller Zeiten. Wer "Mord mit Aussicht" mag und Justus gerne beim Klugscheißen zuhört, MUSS diese Folge hören. Der Plot ist clever konstruiert, und der Humor kommt nicht zu kurz.

Ein Muss für Cast-Nerds, ein "Kann" für Grusel-Fans.

Wusstest du schon?

Die Schauspielerin Caroline Peters (Lisa Merriwether) ist einem breiten Publikum aus der TV-Serie 'Mord mit Aussicht' bekannt.
Der Autor Ben Nevis greift hier erneut das Motiv eines unterirdischen Verlieses auf, ähnlich wie in anderen seiner Werke.
Aufgrund der Corona-Pandemie fand keine klassische Record-Release-Party statt, sondern ein Online-Feature.
Cover
Bewertung
7.5
🔦 🔦 🔦 🔦 🔦 🔦 🔦 🔦 🔦 🔦
7,5 von 10 pinkfarbenen Schrott-Skulpturen
Das Rätsel
Die Grundkonstruktion ist clever: Ein klassischer Buch-Code kombiniert mit dem 'Purloined Letter'-Motiv – die Beute, die die ganze Zeit offen herumstand (als Geschenk für die Kommissarin), ist ein herrlicher Twist. Dass der Verbrecher an der falschen Buchausgabe scheitert, ist ein schönes Detail für Buchliebhaber.
Plot & Logik
Ein paar Zufälle sind schon sehr konstruiert. Dass Merriwether ohne Backup in einen Bunker stürmt, wirkt für eine L.A.-Polizistin unprofessionell. Und dass sie auf der Flucht ausgerechnet eine ehemalige Stuntfrau anhält, die eine hollywoodreife Verfolgungsjagd hinlegt, ist typische 'Ben Nevis'-Übertreibung, die man mit einem Augenzwinkern hinnehmen muss.
Kapitel
1 Neue Fälle stapelweise 0:00 min
2 Geisterstimmen 10:56 min
3 Die Enttarnung 17:22 min
4 Justus' Trick 27:24 min
5 Die Insel des Todes 40:02 min
6 Verhaftet 57:36 min

Im Detail

J
Justus Jonas
Er ist in Hochform: Er durchschaut die Geisterstimmen technisch, nutzt das Buch als Wanze und knackt den Code. Der Moment, in dem er Sanders mit dem falschen Buch auflaufen lässt, zeigt seine intellektuelle Überlegenheit.
P
Peter Shaw
Er darf den Skeptiker spielen ('Also ganz ehrlich, mich nervt das') und am Ende seine Fahrkünste zeigen, bleibt aber im Bunker eher passiv.
B
Bob Andrews
Er kümmert sich um die Recherche und besorgt das entscheidende Buch, hat aber im Mittelteil wenig eigene Szenen.

Sprecher

Verwandte Folgen

Vorherige Folge Folge 213 Alle Folgen Nächste Folge Folge 215