Zusammenfassung

Die Geschichte beginnt mit einem Schockanruf für Peter: Das 'Sunny Island Retirement Center' meldet, dass sein Großvater Ben Peck, der dort angeblich wohnt, verschwunden sei. Kurz darauf sehen die drei ??? in den Nachrichten, wie Ben Peck scheinbar eine Tankstelle überfällt. Peter ist fassungslos, da sein Opa eigentlich in Rocky Beach wohnt und kerngesund ist.

Die Detektive untersuchen Bens Haus, das verlassen wirkt. Sie finden ein Fachbuch über Demenz mit einem Lesezeichen, auf dem Namen von Patienten notiert sind. Bei einem Besuch auf Sunny Island bestätigt der Heimleiter Dr. Burke, dass Ben an fortschreitender Demenz leide. Ein weiterer Bewohner, Neil Hooper, warnt die Jungen jedoch heimlich: 'Vertraue niemandem. Niemandem hier.' Bob findet unterdessen heraus, dass der Tankstellenüberfall ein Missverständnis war – Ben fühlte sich von einem Verfolger bedroht.

In Bens Haus treffen sie überraschend auf die Pflegerin Ellyn Djawadi, die behauptet, auf Bens Seite zu sein. Gemeinsam planen sie einen nächtlichen Einbruch in die Residenz. Dort sichten sie auf den Überwachungsmonitoren eine Totenkopfgestalt. Es stellt sich heraus, dass dies Ben Peck selbst war, der die Technik testete. Der 'echte' umherwandelnde Tod entpuppt sich als der verwirrte Schauspieler Mr. Turner.

Ben Peck offenbart den Detektiven seinen Plan: Er hat die Demenz nur vorgetäuscht, um das Verschwinden wohlhabender Bewohner zu untersuchen, deren Vermögen veruntreut wurde. Um Dr. Burke zu überführen, stellen sie ihm am nächsten Morgen eine Falle. Justus hackt das interne TV-System, während Ben den Arzt in dessen Büro konfrontiert. Burke gesteht die Unterschlagungen, nicht ahnend, dass sein Geständnis live auf alle Bildschirme der Residenz übertragen wird. Als Burke seinen Komplizen anweist, Beweise zu vernichten, schnappen Peter und Bob zu: Die vermeintliche Verbündete Ellyn Djawadi entpuppt sich als die skrupellose Mittäterin. Inspektor Cotta verhaftet die Betrüger, und Ben Peck genießt sichtlich den Triumph – und die Wirkung der Beruhigungsspritze.

Review

Opa Peck auf Woodstock-Trip: Warum Folge 186 ein emotionales Meisterwerk ist
Peters Opa überfällt eine Tankstelle? Niemals! In 'Insel des Vergessens' läuft Wolfgang Völz zur Hochform auf. Ein Review mit Lachtränen und Gänsehaut-Faktor.

Hallo liebe Detektiv-Kollegen und Kirschkuchen-Vernichter!

Schnappt euch einen Kaffee (oder einen Kamillentee für die Nerven), denn heute reden wir über eine Folge, die mich emotional völlig fertig gemacht hat – und das im allerbesten Sinne. Es geht um Folge 186: Insel des Vergessens. Und Leute, ich sage es gleich vorweg: Wenn ihr Ben Peck auch nur halb so sehr liebt wie ich, dann ist das hier euer heiliger Gral.

ERSTER EINDRUCK


Heiliger Haschimitenfürst! Die Folge beginnt und man denkt sich: "Hä? Habe ich aus Versehen 'Breaking Bad - The Senior Edition' eingelegt?" Peters Opa, unser geliebter, kauziger Ben Peck, soll dement sein und eine Tankstelle überfallen haben? Mit einer Knarre?! Ich saß vor den Lautsprechern und dachte nur: "Nein! Nicht Opa Peck! Der Mann hat Geister in der Ranch bekämpft, der kann doch jetzt nicht zum Gangster werden!" Der Einstieg ist der Hammer. Sofortige Spannung, totale Verwirrung und ein Peter Shaw, der kurz vor dem Herzinfarkt steht. Besser kann man eine Folge kaum starten.

DIE STORY


Kurzfassung für Eilige: Peter kriegt den Schock seines Lebens. Das "Sunny Island Retirement Center" meldet, sein Opa sei verschwunden. Problem: Opa wohnt da gar nicht. Oder doch? Dann tauchen Überwachungsbilder auf: Ben Peck mit Waffe an der Tanke. Justus, Peter und Bob ermitteln undercover (naja, so undercover wie drei Jungs in einem Altenheim eben sein können) und decken einen fiesen Betrugsring auf, der Senioren abzockt. Der Clou: Opa Peck ist gar nicht dement. Er spielt nur den verwirrten Alten, um den Laden hochzunehmen. Ein Undercover-Opa! Wie genial ist das denn?

UNSERE HELDEN


Justus: Unser Erster Detektiv läuft zur Hochform auf. Er kombiniert schneller als ein Supercomputer und sein technisches Finale, bei dem er das Geständnis des Bösewichts live auf alle Fernseher der Residenz überträgt, ist ein klassischer "Justus-Jonas-Mic-Drop-Moment". Einfach herrlich arrogant und brillant.

Peter: Der arme Kerl. Peter ist in dieser Folge ein einziges Nervenbündel. Aber mal ehrlich: Wer wäre das nicht? Seine emotionale Achterbahnfahrt gibt der Geschichte das nötige Herz. Er schwankt glaubhaft zwischen "Mein Opa ist ein Verbrecher" und "Ich rette ihn, egal was passiert".

Bob: Der Mann für Archiv und Recherche rettet mal wieder den Tag. Während Justus Pläne schmiedet und Peter hyperventiliert, findet Bob die entscheidenden Beweise zur Tankstellen-Szene. Solide Arbeit, Kollege Andrews!

DIE GEGENSPIELER


Dr. Burke: Ein aalglatter Typ. Man hasst ihn sofort, weil er diese schleimige "Ich weiß, was gut für Ihre Angehörigen ist"-Attitüde hat. Hans Peter Korff spricht ihn so herrlich unsympathisch, dass man ihm am liebsten persönlich das Stethoskop verknoten möchte.

Ellyn Djawadi: Der Verrat tat weh! Erst tut sie so nett und verbündet sich mit den Jungs, nur um dann eiskalt ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein guter Twist, auch wenn die Warnung "Vertraue niemandem" schon sehr mit dem Zaunpfahl gewunken hat.

BESTE MOMENTE


Leute, wir müssen über Ben Peck reden. Jeder Satz von ihm ist Gold. Aber der absolute Gipfel ist der Moment nach der Beruhigungsspritze. Opa Peck völlig high: "Die Spritze war super. Es ist ein bisschen wie Schweben, ein bisschen, äh, so wie damals in Woodstock." Ich habe Tränen gelacht! Opa Peck war auf Woodstock? Das erklärt SO vieles!

Auch grandios: Wie Justus das TV-System hackt. Das erinnerte fast an moderne Hacker-Thriller, nur halt mit drei Jungs aus Rocky Beach.

SCHWACHSTELLEN


Okay, Hand aufs Herz: Der "Tod", der nachts durch die Gänge schleicht? Puh. Das wirkte ein bisschen reingequetscht, damit wir auch ja ein Grusel-Element auf dem Cover haben. Dass es am Ende nur ein verwirrter Schauspieler (Mr. Turner) war, der Hamlet zitiert, war zwar eine nette Auflösung, aber für den Plot eigentlich völlig irrelevant. Und der Zufall, dass Ben Peck genau in dem Moment an der Tankstelle steht und so aussieht, als würde er sie überfallen, ist schon sehr... naja, nennen wir es "Drehbuch-Magie".

SERIEN-KONTEXT


Diese Folge ist ein Fest für Kontinuitäts-Nerds!
Ben Peck: Peters Opa hatte schon legendäre Auftritte, z.B. in Folge 38: ...und der unsichtbare Gegner (wo er auch schon tough war) und natürlich in Folge 61: ...und die Rache des Tigers. Er ist eine der besten wiederkehrenden Figuren im D3?-Universum.
Thematik: Das Thema "Seniorenheim-Krimi" hatten wir so ähnlich schon bei den Zwillingen der Finsternis, aber hier ist es deutlich bodenständiger und emotionaler gelöst.
Einordnung: Für mich gehört die Folge definitiv in die Top 10 der Ära ab Folge 150. Sie hat diesen klassischen Marx-Touch (logisch aufgebaut, tolle Charaktere), fühlt sich aber durch das Thema sehr frisch an.


SPRECHER-SPOTLIGHT


Hier wird es jetzt richtig emotional und legendär. Schnäuzt euch die Nase, Freunde!

Wolfgang Völz (Ben Peck): Die Legende. Käpt'n Blaubär. Sir John aus dem Wixxer. Die deutsche Stimme von Mel Brooks. Das hier war eine seiner allerletzten großen Rollen vor seinem Tod 2018. Man hört ihm das Alter an, aber er spielt diesen schlitzohrigen Opa mit so viel Charme und Witz, dass es ein würdiges Denkmal für ihn ist.
Roswitha Völz (Schwester Beatrice): Habt ihr es gewusst? Die fiese Oberschwester wird von Wolfgang Völz' echter Ehefrau gesprochen! Ein echtes Familienunternehmen also. Das macht die Dynamik zwischen den beiden noch witziger.
Thomas Fritsch (Erzähler): Achtung, Taschentuch-Alarm! Dies ist die letzte reguläre Folge mit Thomas Fritsch als Erzähler. Seine samtweiche Stimme hat uns durch so viele Abenteuer begleitet. Dass er kurz darauf aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste, macht diese Folge zu einem historischen Meilenstein.
Hans Peter Korff (Dr. Burke): Den kennen die älteren Semester noch als Sigi Drombusch (Diese Drombuschs) oder den Briefträger Onkel Heini aus Neues aus Uhlenbusch. Großartig besetzt!
Jürgen Thormann (Mr. Castro): Die Stimme von Michael Caine und Alfred Pennyworth (Batman). Er ist eine Hörspiel-Legende und adelt jede Nebenrolle. Thormann war schon in unzähligen D3?-Folgen dabei (z.B. als Mr. Dalton im Teufelsberg oder Wesley Thurgood in der Silbermine).

PRODUKTIONS-HISTORIE


Das Buch stammt von Mastermind André Marx, und das merkt man jeder Zeile an. Die Story ist dicht und logisch. Interessant ist, dass André Minninger das Drehbuch schrieb und dabei (wie so oft) das Buch straffen musste. Im Buch ist die Handlung noch etwas komplexer, aber das Hörspiel fängt die Essenz perfekt ein. Erschienen ist das Ganze im März 2017. Dass Wolfgang Völz trotz seines hohen Alters (er war bei den Aufnahmen schon Mitte 80) noch einmal in die Rolle schlüpfte, ist ein riesiges Geschenk an die Fans.


FAN-SERVICE-CHECK


Woodstock: Ich komme nicht drüber hinweg. Ben Peck war ein Hippie!
Justus' Visitenkarte: Natürlich wird sie überreicht. Auch im Altersheim.
Inspektor Cotta: Darf am Ende natürlich nicht fehlen, um die Lorbeeren (und die Verbrecher) einzusammeln.

FAZIT & EMPFEHLUNG


"Insel des Vergessens" ist ein absolutes Highlight. Sie kombiniert einen cleveren Krimi-Plot mit ganz viel Herz und Humor. Es ist eine Verbeugung vor Wolfgang Völz und ein Abschied von Thomas Fritsch. Wer hier nicht gerührt ist, hat ein Herz aus Stein (oder ist ein Skinny Norris).

Ranking: Klare Top-Empfehlung! Gehört in jede gut sortierte Kassetten-Sammlung, direkt neben den Super-Papagei und das Gespensterschloss*.

Bleibt neugierig, Kollegen!
Euer Fan-Blogger

Wusstest du schon?

Dies ist die letzte Folge mit Thomas Fritsch als Erzähler.
Wolfgang Völz spricht hier erneut Peters Opa Ben Peck; es war eine seiner letzten großen Rollen vor seinem Tod.
Roswitha Völz, die Sprecherin von Schwester Beatrice, war im echten Leben die Ehefrau von Wolfgang Völz (Ben Peck).
Die Buchvorlage stammt von André Marx, das Skript von André Minninger.
Cover
Bewertung
8
💉 💉 💉 💉 💉 💉 💉 💉 💉 💉
8 von 10 Beruhigungsspritzen
Das Rätsel
Ein starker Plot, der ein ernstes Thema (Enkeltrick/Finanzbetrug an Senioren) mit klassischer Detektivarbeit verknüpft. Die Idee, dass Ben Peck undercover ermittelt, ist brillant. Der 'Tod' als Gruselfaktor wirkt etwas aufgesetzt, dient aber gut als Ablenkung.
Plot & Logik
Die Geschichte ist in sich schlüssig, auch wenn der Zufall, dass Ben genau im richtigen Moment die Tankstelle 'überfällt', etwas konstruiert wirkt. Die technische Auflösung via Live-Übertragung ist ein klassischer 'Justus-Moment', der hier wunderbar funktioniert.
Kapitel
1 Notfallsitzung 0:00 min
2 Spurensuche 4:51 min
3 Sunny Island 14:31 min
4 Vertraue niemandem! 23:50 min
5 Verbündete 36:04 min
6 Der doppelte Tod 44:30 min
7 Rückkehr 54:33 min
8 Wie in Woodstock 64:41 min

Im Detail

J
Justus Jonas
Läuft zur Hochform auf, als er die technische Falle für Dr. Burke stellt. Seine Analyse der Demenz-Symptome ist präzise.
P
Peter Shaw
Ist emotional stark involviert, was der Folge Tiefe gibt. Er schwankt glaubwürdig zwischen Sorge und Tatendrang.
B
Bob Andrews
Übernimmt den entscheidenden Recherche-Part bei der Tankstelle und entlastet so Ben Peck – essenziell für den Fortgang.

Sprecher

Verwandte Folgen

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