Zusammenfassung

Die Geschichte beginnt beim Sporttraining, wo Jesse Everett Peter von seltsamen Vorkommnissen auf dem Nachbaranwesen 'Frost Grove' berichtet. Seine kleinen Geschwister wollen dort nachts tanzende Lichter gesehen und flüsternde Pflanzen gehört haben. Die drei ??? besuchen die Farm der Everetts und lernen Jesses Schwester Autumn kennen, die fest an Hexerei glaubt. Sie warnt die Detektive vor den Frost-Schwestern Tanika und Savannah, die angeblich Menschen in Pflanzen verwandeln können – so wie angeblich die verschwundene Nachbarin und Autorin Macy Morland.

Peter und Jesse observieren daraufhin das Haus von Charles Morland, Macys Ehemann. Als sie ihn beim Graben im Garten beobachten und Peter ein Armband findet, ist er überzeugt: Morland hat seine Frau ermordet. Dieser Verdacht zerschlägt sich jedoch, als sich Macy Morland telefonisch bei der örtlichen Bibliothek meldet – sie lebt und hat ihren Mann nur wegen eines Streits verlassen.

Währenddessen erkunden Justus und Bob nachts das Gelände der Gärtnerei Frost. Sie sehen tatsächlich seltsame Lichter und begegnen einem 'Pflanzenwesen' sowie einem weißen Wolf. Justus landet bei der Verfolgung im Teich. Bob recherchiert später, dass Frost Grove früher ein Weingut war, das während der Prohibition als Schwarzbrennerei diente.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, verkleidet sich Justus als George Aston von der Umweltbehörde, um offiziell Bodenproben im Gewächshaus zu nehmen. Der Plan geht schief: Justus wird enttarnt, und Bob, der draußen Wache schiebt, wird von dem Pflanzenwesen niedergeschlagen. Beide wachen in einem Kellerverlies wieder auf. Dort finden sie Ausrüstung, die auf Bankräuber hindeutet, und entdecken, dass der 'weiße Wolf' eigentlich ein Hund namens Dämon ist.

Die Auflösung folgt Schlag auf Schlag: Peter befreit seine Freunde und sperrt Dennis Frost, den Bruder der Gärtnerinnen, in einen Schuppen. Es stellt sich heraus, dass Dennis gesuchte Bankräuber im Keller versteckt hielt. Er hatte seinen gutgläubigen Schwestern erzählt, es handele sich um arme Einwanderer. Autumn, die in Dennis verliebt war, hatte das Pflanzenwesen nur gespielt, um Neugierige fernzuhalten und Dennis zu schützen. Die Frost-Schwestern sind entsetzt über den Betrug ihres Bruders und setzen die Bankräuber kurzerhand mit einem hochdosierten Kräutertrank außer Gefecht, bis Inspektor Cotta eintrifft.

Review

Wenn der Ficus flüstert und Bob (mal wieder) schläft: Mein Deep-Dive in den Hexengarten!
Justus geht baden, Peter sieht Gespenster und Bob... nun ja, Bob kriegt was auf die Nuss. Folge 184 ist ein atmosphärisches Herbst-Highlight mit Scooby-Doo-Vibes. Warum ihr diesen botanischen Trip nicht verpassen dürft, lest ihr hier!

Moin liebe Detektiv-Kollegen und Haschimitenfürsten!

Willkommen zurück in der Zentrale (bzw. auf meinem Blog), wo wir heute mal wieder den Staub von einer Folge pusten, die meiner Meinung nach zu Unrecht manchmal unter dem Radar fliegt. Schnappt euch ein Stück von Tante Mathildas Kirschkuchen, lehnt euch zurück und lasst uns über Folge 184: ...und der Hexengarten quatschen. Spoiler: Bob kriegt was auf die Rübe. Ich weiß, ihr seid schockiert. 😉

ERSTER EINDRUCK


Kennt ihr diese Folgen, wo man sofort denkt: „Hui, das ist aber mal eine schöne Herbst-Stimmung“? Genau so ein Ding ist der Hexengarten. Es riecht förmlich nach feuchtem Laub, Kürbissuppe und – nun ja – illegalen Kräutern. Der Titel klingt erstmal nach Bibi Blocksberg meets Rocky Beach, aber der Vibe ist überraschend düster und mysteriös. Ein bisschen „Geisterbucht“-Feeling, aber mit mehr Gemüse.

DIE STORY


Jesse Everett, ein Kumpel von Peter (ja, Peter hat Freunde außerhalb der Zentrale, unfassbar!), berichtet von Grusel-Alarm auf dem Nachbargrundstück. In der Gärtnerei der schrulligen Frost-Schwestern tanzen nachts Lichter und Pflanzen scheinen zu flüstern. Jesses Schwester Autumn schwafelt was von Hexerei, Peter wittert Mord und Justus wittert... nun ja, ein Rätsel. Was als Spukgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer Schnitzeljagd nach einem verschollenen Manuskript und endet – ganz klassisch – mit handfesten Verbrechern im Keller. Scooby-Doo lässt grüßen!

UNSERE HELDEN


Justus: Unser Erster Detektiv ist in Hochform. Sein Highlight? Der Auftritt als „George Aston“ von der Umweltbehörde! Wie er versucht, mit verstellter Stimme und bürokratischem Geschwafel in das Gewächshaus zu kommen, ist Comedy-Gold. Dass er später bei einer Verfolgungsjagd im Teich landet und wie ein begossener Pudel aussieht, erdet seine Genialität auf sympathische Weise.

Peter: Der Zweite Detektiv ist mal wieder der „Master of Panik“. Er sieht einen Mann im Garten graben und schreit sofort „MORD!“. Dass er sich damit vor Inspektor Cotta bis auf die Knochen blamiert, gehört zum guten Ton. Aber: Ehre, wem Ehre gebührt – im Finale zeigt er Eier (sorry, Tante Mathilda) und sperrt den Bösewicht ein.

Bob: Ach Bob... Unser Archivar ist mal wieder das offizielle Opferlamm der Folge. Er darf im Auto warten (langweilig) und wird dann von einer „Hexe“ niedergeknüppelt (schmerzhaft). Er wacht im Keller auf und hat Kopfschmerzen. Business as usual für Herrn Andrews. Dafür liefert er die entscheidenden Infos zur Prohibitions-Vergangenheit des Weinguts. Ohne Bob keine Lösung, auch wenn er dafür bluten muss.

DIE GEGENSPIELER & NEBENFIGUREN


Die Frost-Schwestern (Tanika und Savannah) sind das Herz der Folge. Sie wirken erst unheimlich, entpuppen sich aber als liebenswerte, naive Tanten, die einfach nur ihren Bruder schützen wollen. Eine tolle Charakterzeichnung!
Dennis Frost, der Bruder, ist der klassische „Ich nutze meine gutgläubige Verwandtschaft aus“-Schurke. Solide, aber kein Supervillain.
Autumn Everett ist... schwierig. Sie ist in Dennis verknallt und spielt deshalb das Pflanzenmonster. Dass sie Bob dafür fast ins Koma prügelt, wird mir am Ende etwas zu schnell verziehen. Liebe macht blind, aber doch nicht zum Schläger, Mädel!

BESTE MOMENTE


1. Justus als George Aston: „Mein Name ist Aston. George Aston.“ – Ich habe Tränen gelacht. Oliver Rohrbeck hat sichtlich Spaß daran, Justus schauspielern zu lassen.
2. Der weiße Wolf: Der Moment, als sich das mysteriöse Geistertier als Hund namens „Dämon“ entpuppt. Ein klassischer „Drei ???“-Moment der Entmystifizierung.
3. Cottas Genervtheit: Als Peter ihn wegen des angeblichen Mordes ruft und Cotta nur feststellt: „Hier ist niemand tot, Shaw.“ Holger Mahlich bringt diese väterliche Strenge einfach perfekt rüber.

SCHWACHSTELLEN


Seien wir ehrlich: Die Logik hinkt manchmal etwas. Die Frost-Schwestern glauben ernsthaft, dass die schwer bewaffneten Typen im Keller „arme Einwanderer“ sind? Come on! Das ist selbst für naive Charaktere hart an der Grenze. Und dass Autumn Bob niederschlägt und danach alle so „Ach, Schwamm drüber“ sind, ist moralisch zumindest fragwürdig.

SERIEN-KONTEXT


Die Folge steht ziemlich gut für sich allein, fügt sich aber perfekt in die Ära der „neueren Klassiker“ ein. Sie erinnert von der Struktur her an alte Folgen (abgelegenes Haus, Spuk, rationaler Kern), wirkt aber modern produziert.
WICHTIG: Am Ende der Folge gibt es einen Teaser! Justus erwähnt einen neuen Fall um eine „hässliche Stoffkatze“. Das ist der direkte Übergang zu Folge 185: ...und der Mann ohne Augen. Solche direkten Cliffhanger/Übergänge sind selten und cool!


SPRECHER-SPOTLIGHT


Hier müssen wir kurz salutieren, Freunde. Horst Stark spricht Charles Morland. Ja, GENAU! Das ist Commander McLane aus Raumpatrouille Orion! Und für uns Hörspiel-Nerds noch wichtiger: Er war jahrelang der Erzähler bei John Sinclair und der Bösewicht „Gernot“ bei TKKG. Eine absolute Legende, deren Stimme pures Gold ist.
Auch Christiane Leuchtmann (Savannah Frost) ist keine Unbekannte, sondern eine renommierte Theaterschauspielerin und die Ehefrau von Hans-Peter Korff. Man hört einfach, dass hier Profis am Werk sind.
Ein trauriger Fakt am Rande: Sascha Oliver Bauer (Dennis Frost) ist leider viel zu früh verstorben. Er hat hier einen soliden Job gemacht und bleibt uns in Erinnerung.

PRODUKTIONS-HISTORIE


Die Geschichte basiert auf dem Buch von Kari Erlhoff. Kari ist bekannt dafür, dass sie Atmosphäre kann wie kaum jemand sonst im Autoren-Team (denkt an „Botschaft aus der Unterwelt“). Im Buch sind einige Szenen natürlich ausführlicher, aber das Hörspiel fängt die Stimmung der Vorlage exzellent ein. Veröffentlicht wurde das Ganze 2016, also mitten in der modernen Ära, fühlt sich aber oft an wie ein 80er-Jahre-Fall.

FAZIT & EMPFEHLUNG


„Und der Hexengarten“ ist vielleicht kein absoluter Meilenstein wie der „Super-Papagei“, aber es ist eine Wohlfühl-Folge. Sie hat alles, was wir Fans lieben: Atmosphäre, einen arroganten Justus, einen panischen Peter, einen verletzten Bob und eine Auflösung, die ohne Übernatürliches auskommt. Perfekt für verregnete Sonntagnachmittage.

Wer Grusel mit Charme mag, ist hier genau richtig. Wer Action will, sollte lieber woanders suchen. Von mir gibt es einen festen Platz im oberen Mittelfeld meines Kassettenregals!

Wusstest du schon?

Die Folge basiert auf dem gleichnamigen Buch von Kari Erlhoff.
Justus erwähnt am Ende einen Porsche, der von einer alten Dame gestohlen wurde – ein direkter Teaser auf die Handlung der nächsten Folge (bzw. des Handlungsbogens um 'Die drei ??? und der Mann ohne Augen').
Die Sprecherin von Savannah Frost, Christiane Leuchtmann, ist eine bekannte Theaterschauspielerin und Hörspielsprecherin (u.a. auch bei TKKG).
Das 'Haus der Mitternacht' mit nachtaktiven Pflanzen ist eine reale botanische Kuriosität, die hier stimmungsvoll in die Handlung eingebaut wurde.
Cover
Bewertung
7.5
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7,5 von 10 fleischfressenden Pflanzen
Das Rätsel
Eine klassische Scooby-Doo-Prämisse: Spuk (Pflanzenmonster) soll ein Verbrechen (Bankräuber-Versteck) verschleiern. Der Twist, dass die vermeintlichen Hexen eigentlich die Guten sind und nur von ihrem Bruder ausgenutzt wurden, ist charmant und rettet die Story vor der Mittelmäßigkeit.
Plot & Logik
Die Grundkonstruktion ist solide, auch wenn Autumns Motivation (Liebe zu Dennis) sie zu ziemlich extremen Taten treibt – immerhin schlägt sie Bob mit einem Knüppel nieder! Dass die Schwestern den Unterschied zwischen 'armen Einwanderern' und 'schwerbewaffneten Bankräubern' wochenlang nicht bemerken, erfordert etwas gutwillige Aussetzung der Ungläubigkeit.
Kapitel
1 Böse Blumen 0:00 min
2 Gewächse der Nacht 11:15 min
3 Den Morlands auf der Spur 21:13 min
4 Nachteinsatz 30:27 min
5 Im Haus der Mitternacht 40:58 min
6 Letzte Fragen und ein neuer Fall 59:15 min

Im Detail

J
Justus Jonas
Brilliert durch seine Verkleidungskunst als George Aston und die scharfsinnige Analyse des Familienwappens (Wolf vs. Katze). Sein Sturz in den Teich erdet ihn sympathisch.
P
Peter Shaw
Ein klassischer Peter-Fall: Er zieht sofort die schlimmsten Schlüsse (Mord!), blamiert sich damit bei Cotta, zeigt aber im Finale echten Mut, als er Dennis einsperrt.
B
Bob Andrews
Der Pechvogel der Folge. Er wird niedergeschlagen und wacht im Keller auf. Seine Recherchen zur Prohibition sind jedoch der Schlüssel zum Verständnis der Örtlichkeiten.

Sprecher

Verwandte Folgen

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