Zusammenfassung

Die drei ??? reisen zur Universität Ruxton, wo sie an Sommerkursen teilnehmen. Während Justus Psychologie und Bob Journalismus belegt, landet Peter durch einen Computerfehler im Kurs für 'Experimentelle Lyrik' statt im Sportkurs. Ihr Mitbewohner im Wohnheim ist der arrogante Taylor 'TJ' Smith. Schon bald häufen sich merkwürdige Ereignisse: Justus beobachtet einen Vogelschwarm, der in der Luft zu gefrieren scheint, Bob hört Monstergeräusche aus einem abgesperrten Gebäude und sein Vater, Bill Andrews, reagiert panisch auf das Thema Ruxton.

Die erste Spur führt zur Studentenverbindung Alpha Lambda Chi. Justus infiltriert die Gruppe, indem er TJ bestiehlt, und enttarnt den Anführer 'Egglesforth III' als Drogendealer. Die Verbindung wird hochgenommen, doch Justus findet ein papierdünnes Hightech-Handy, das sich kurz darauf selbst zerstört. Der Fall ist also noch nicht gelöst. Bob recherchiert in alten Ausgaben der Unizeitung 'Quaestio' und erfährt von einem Duell zwischen dem 'Teumessischen Fuchs' und 'Leilaps' (seinem Vater). Sein Dozent Prof. Rolstad will auspacken, wird aber durch einen inszenierten Autounfall ausgeschaltet.

Die Lage eskaliert, als Justus in einem Waschraum scheinbar grundlos durchdreht und halluziniert. Zudem wird eine Giftschlange in TJs Bett platziert. Der Verdacht fällt auf den Hausmeister Lemuel Garvin, der früher Biochemie studierte und Pfeilgiftfrösche hält. Die Detektive stellen ihm eine Falle, brechen in seinen Schuppen ein und finden ein Hightech-Labor, das von einem Roboter-Fuchs mit Betäubungsgas bewacht wird. Garvin wird verhaftet.

Justus erkennt jedoch, dass die Psychologin Mrs. Fernandez ihn angelogen hat: In seinem Blut war kein Gift, sondern er wurde durch ein Triggerwort hypnotisiert. Die Spur führt zurück zu Fernandez, die in ein verlassenes Gebäude geht. Die drei ??? folgen ihr in eine gigantische unterirdische Anlage unter der Uni. Dort entdecken sie riesige Tiere, darunter einen Komodowaran, und fortschrittliche Spionagetechnik.

Es stellt sich heraus, dass die Universitäts-Gönnerin Francine Brackenridge der wahre 'Teumessische Fuchs' ist. Sie betreibt illegalen Handel mit Forschungsergebnissen. Mrs. Fernandez ist ihre rechte Hand, Garvin war nur ein Baueropfer und TJ ein Spion. Bobs Vater taucht auf, um seinen Sohn zu schützen, und enthüllt, dass er alles aufgenommen hat. In einem dramatischen Finale hetzt Brackenridge den Komodowaran auf die Gruppe. Peter und Bob nutzen Akkus der Spionage-Handys als Sprengsätze, um das Tier zurückzutreiben, bis die Polizei die Anlage stürmt.

Review

Schattenwelt (175): Wenn die Uni zum James-Bond-Set wird – Ein Jubiläums-Blockbuster!
Drei CDs, ein Roboter-Fuchs und Peter im Lyrik-Kurs? Folge 175 sprengt alle Dimensionen. Warum Bobs Vater für Gänsehaut sorgt und Judy Winter uns komplett verwirrt, lest ihr im Review!

Hallo liebe Kassettenkinder und Detektiv-Kollegen!

Schnappt euch eine Tüte Donuts und setzt die Kopfhörer auf – heute wird es episch. Wir reden hier nicht von einem schnöden Fall um eine verschwundene Katze. Nein, wir reden von Folge 175: "Schattenwelt". Ein Jubiläums-Brecher. Drei CDs. Über drei Stunden Laufzeit. Das ist quasi der "Ben Hur" unter den Hörspielen, nur mit weniger Streitwagen und mehr Visitenkarten.

ERSTER EINDRUCK


Heiliger Schrottplatz! Schon beim Blick auf die Hülle weiß man: Das wird Arbeit. Drei CDs? Das ist normalerweise der Stoff, aus dem schlaflose Nächte gemacht sind. Der erste Eindruck ist: Groß. Laut. Teuer. Wir sind nicht mehr im gemütlichen Rocky Beach, sondern an der Ruxton University. Die Atmosphäre schreit förmlich "Blockbuster". Statt Teekessel-Pfeifen gibt es hier High-Tech-Surren. Man fühlt sich sofort, als wäre man versehentlich in einen James-Bond-Film gestolpert, in dem Q durch drei Jungs ersetzt wurde, die zu viel Limonade trinken.

DIE STORY


Kurzfassung? Puh, schwierig bei drei Stunden. Also: Unsere Jungs dürfen an die Uni schnuppern. Justus studiert Psychologie (natürlich), Bob Journalismus (was sonst?) und Peter... tja, Peter landet durch einen Computerfehler im Kurs für "Experimentelle Lyrik". Kein Witz.
Doch statt Studentenpartys gibt es Ärger: Bobs Vater (Bill Andrews) benimmt sich seltsam panisch, Justus wird von einem mysteriösen "Teumessischen Fuchs" getriggert und auf dem Campus passieren Dinge, die physikalisch unmöglich scheinen. Es beginnt mit einer fiesen Studentenverbindung, führt über einen kauzigen Hausmeister mit einem Faible für Giftfrösche und endet – haltet euch fest – in einer gigantischen unterirdischen Forschungsanlage mit genmanipulierten Riesentieren. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ein Komodowaran jagt Bob. In Rocky Beach.

UNSERE HELDEN


Justus: Der Erste Detektiv zeigt hier mal echte Schwäche! Er wird hypnotisiert und ferngesteuert. Ein Justus Jonas, der nicht Herr seiner Sinne ist? Gruselig und großartig zugleich. Oliver Rohrbeck spielt diesen Kontrollverlust fantastisch.
Bob: Der heimliche Star der Folge. Es geht um seinen Vater, um seine Familiengeschichte. Andreas Fröhlich darf hier die ganze emotionale Palette abrufen – von wütend bis besorgt. "Der Mann, der Google erfunden hätte" muss hier emotional recherchieren, nicht nur faktisch.
Peter: Oh, Peter! Unser Super-Sportler als Dichter wider Willen ist der Comedy-Gold-Standard dieser Folge. Seine Versuche, tiefgründige Lyrik zu verfassen ("Schwarzer Vogel, flieg..."), sind zum Schreien komisch und lockern die düstere Story perfekt auf. Jens Wawrczeck hat hörbar Spaß an dieser Absurdität.

DIE GEGENSPIELER


Wir haben hier eine ganze Riege an Verdächtigen, aber die wahre Queen of Evil ist Francine Brackenridge. Sie ist kalt, berechnend und absolut wahnsinnig. Ihr Handlanger, der Hausmeister Lemuel Garvin, wirkt dagegen fast tragisch. Und dann ist da noch TJ, der nervige Mitbewohner, den man einfach nur schütteln möchte.

BESTE MOMENTE


1. Peters Gedicht: Als Peter im Lyrik-Kurs sein Werk vorträgt. Ich habe Tränen gelacht. Das ist Kult-Potenzial!
2. Das Wiedersehen: Bobs Konfrontation mit seinem Vater Bill. Das sind seltene, fast erwachsene Momente in der Serie.
3. Das Finale: Auch wenn es übertrieben ist – wie Bob und Peter die Akkus der Spionage-Handys als Bomben gegen den Riesen-Waran benutzen, ist einfach cooles Action-Kino für die Ohren.

SCHWACHSTELLEN


Leute, wir müssen reden. Eine komplette unterirdische Schatten-Uni mit riesigen Laboren und Monster-Tieren unter dem Campus? Und keiner merkt was? Das ist selbst für ???-Verhältnisse hart an der Grenze zur Science-Fiction. Manchmal wirkt die Story etwas überladen. Drei Bücher in ein Hörspiel zu pressen, sorgt für ein Mordstempo, bei dem die Logik manchmal auf der Strecke bleibt. Und: Ein Roboter-Fuchs? Wirklich?

SERIEN-KONTEXT


Folge 175 ist ein Jubiläum und bricht mit Traditionen. Normalerweise spielen die Folgen in den Ferien oder im Alltag, hier sehen wir die Jungs erstmals im Uni-Setting, was sie deutlich älter wirken lässt. Es ist eine Adaption der Buch-Trilogie "Teuflisches Duell", "Angriff der Risikopiloten" und "Der dunkle Taipan". Interessant: Anders als bei Folge 100 oder 200 ist dies hier eine zusammenhängende Geschichte über 3 CDs, kein Dreiteiler mit separaten Fällen. Kontinuitäts-Check: Bobs Vater taucht sehr selten auf, daher ist sein Auftritt hier ein echtes Highlight für die Lore-Fans.


SPRECHER-SPOTLIGHT


Jetzt wird's nerdig – aufgepasst!
Judy Winter (Francine Brackenridge): Hier spielt uns das Fan-Hirn einen Streich! Judy Winter ist die legendäre Stimme von Dr. Clarissa Franklin (Bobs Nemesis/Traumfrau). Sie hier als andere Bösewichtin zu hören, verwirrt total – man wartet ständig darauf, dass sie Bob bezirzt. Ein genialer, wenn auch verwirrender Casting-Coup.
Eckart Dux (Lemuel Garvin): Eine Legende! Er war die deutsche Stimme von Arthur Spooner (King of Queens) und Gandalf (im Hobbit). Den schrulligen Hausmeister spricht er mit einer herrlichen Ambivalenz.
Jürgen Thormann (Prof. Rolstad): Die Stimme von Michael Caine und Alfred Pennyworth (Batman). Wenn er spricht, hört man sofort "Niveau".
INSIDER-WISSEN DES TODES: Bobs Vater wird von Henry König gesprochen. Der fiese Mitbewohner TJ wird von Tim Kreuer gesprochen. Der Witz? Tim Kreuer ist im echten Leben der SOHN von Henry König! Vater und Sohn spielen hier also gegeneinander. Wie cool ist das denn?

PRODUKTIONS-HISTORIE


Die Buchvorlage war ein Experiment: Drei Autoren (Dittert, Erlhoff, Buchna) schrieben jeweils einen Teil der Trilogie, die dann nahtlos ineinander überging. Im Hörspiel wurde das von André Minninger zu einem Skript verdichtet. Das erklärt auch die stilistischen Brüche: Teil 1 ist eher Campus-Krimi, Teil 2 Verschwörungsthriller, Teil 3 Action-Sci-Fi. Erschienen ist das Ganze 2015 und markierte einen Punkt, an dem die Serie sich traute, "größer" und moderner zu werden.


FAN-SERVICE-CHECK


Anspielungen auf Bobs journalistische Karriere.
Der "Teumessische Fuchs" ist ein netter Mythologie-Exkurs für Besserwisser (Justus-Style).
  • Die Rückkehr von Bobs Vater gibt der Figur Bob endlich mehr Tiefe abseits von "Recherchen und Archiv".

FAZIT & EMPFEHLUNG


"Schattenwelt" ist wie ein Blockbuster im Sommerkino: Laut, bunt, ein bisschen drüber, aber verdammt unterhaltsam. Wer die klassischen, gemütlichen Fälle mag, wird hier vielleicht von der Reizüberflutung erschlagen. Wer aber mal hören will, was passiert, wenn man Justus, Peter und Bob in einen Action-Thriller wirft, der wird diese 3 CDs lieben. Ein Muss für die Sammlung, allein schon wegen Peters Gedichten!

Bleibt neugierig,
Euer Fan-Boy

Wusstest du schon?

Die Folge basiert auf der gleichnamigen Buch-Trilogie ('Teuflisches Duell', 'Angriff der Risikopiloten', 'Der dunkle Taipan'), die für das Hörspiel stark gerafft zusammengefasst wurde.
Judy Winter (Sprecherin von Francine Brackenridge) ist eine Hörspiel-Legende und lieh schon Dr. Clarissa Franklin in früheren Folgen ihre Stimme.
Eckart Dux (Sprecher von Lemuel Garvin) ist unter anderem als deutsche Stimme von Jerry Stiller (Arthur Spooner) bekannt.
Der Begriff 'Teumessischer Fuchs' stammt tatsächlich aus der griechischen Mythologie und bezeichnet einen Fuchs, der von keinem Jäger gefangen werden kann.
Cover
Bewertung
9
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9 von 10 hypnotisierten Detektiven
Das Rätsel
Ein komplexes Matrjoschka-Rätsel: Erst die Studentenverbindung, dann der Hausmeister, schließlich die wahre Drahtzieherin. Die Idee ist clever, auch wenn die 'Schattenwelt' unter der Uni schon sehr nach James-Bond-Bösewicht schreit.
Plot & Logik
Die Geschichte ist extrem dicht und wendungsreich. Dass eine komplette High-Tech-Basis unter einer Uni unbemerkt bleibt, verlangt dem Hörer viel 'Suspension of Disbelief' ab. Die Auflösung um Justus' Hypnose-Trigger ist jedoch schlüssig hergeleitet.

Sprecher

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