Margret will den Schrebergarten ihres verstorbenen Mannes auflösen und entdeckt zwischen verwilderten Stauden und einem unfertigen Hochbeet eine Liebe, die sie vierzig Jahre lang nicht gehört hat.
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Über diese Episode
Eine Thermoskanne auf dem Zaun. Verwilderte Stauden. Und ein Name, eingebrannt in Lärchenholz.
Margret betritt zum ersten Mal seit dem Tod ihres Mannes dessen Schrebergarten. Sie will aufräumen, Müllsäcke füllen, abschließen. Doch Horst, der Nachbar von Parzelle 28, bietet Kaffee an und zeigt ihr, was hier wächst. Mit jedem Satz, jeder Pflanze entsteht das Bild eines Mannes, den Margret nicht kannte: gesellig, großzügig, voller stiller Pläne. Vierzig Jahre Ehe, und der Garten war ihr fremd geblieben. Bis Horst sie zum unfertigen Hochbeet führt.
Ein experimentelles Kurzhörspiel über das, was wir überhören, wenn wir zu nah dran sind. Über Liebe, die nicht laut sein muss, um gehört zu werden. Zwischen Amseln, knarrendem Holz und dem Wind in der Kirschbaumkrone entfaltet sich eine Geschichte ohne Erzähler: nur zwei Stimmen, ein Zaun und die Frage, ob man einen Menschen je wirklich kennt.
Ein leises Audio-Drama über späte Entdeckungen und die Sprache der Dinge. Für alle, die wissen, dass manche Sätze erst Jahre später ankommen.
Laufzeit: ca. 12 Minuten
Mit:
Margret (pensionierte Bibliothekarin, 63)
Horst (ehemaliger Polsterer und Laubenpieper, 68)
HörspielKurzhörspielexperimentelles HörspielAudio-DramadeutschSchrebergartenLiebe und Verluststille ErzählungBeziehungsdramanorddeutsch