In einer Herbstnacht registriert eine Zugdisponentin einen Zug, der nicht existiert auf einem Gleis, das seit Jahrzehnten gesperrt ist. Als der Name einer jungen Frau im System erscheint, muss sie eine unmögliche Entscheidung treffen.
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Über diese Episode
Eine Stimme im System. Ein Zug, der nicht existiert. Ein Gleis, das längst vergessen sein sollte.
In einer kalten Herbstnacht zwischen 01:20 und 02:00 Uhr bemerkt die Zugdisponentin Hannah Lorenz eine Anomalie in ihrem System: Ein Zug ohne Zugnummer, ohne Zielbahnhof, der auf Gleis 16 des Leipziger Hauptbahnhofs halten soll. Doch Gleis 16 ist seit Jahrzehnten gesperrt. Als sich über eine längst stillgelegte Durchsageleitung eine Stimme meldet und kurz darauf der Name von Mila, der Tochter des Nachtwächters Paul, im internen System erscheint, wird aus einem technischen Fehler eine unmögliche Entscheidung.
Paul erkennt das Muster: Vor Jahren kam es dort zu einem Notstopp, der nie offiziell dokumentiert wurde. Menschen verschwanden, wurden nie erfasst, nie gefunden. Nun scheint sich das Ereignis zu wiederholen, als zeitlicher Restzustand, der auf Abschluss wartet. Hannah steht vor der Wahl: Den Zug freigeben und die Vergangenheit endgültig besiegeln oder das System bereinigen und das Geschehen für immer unaufgeklärt lassen.
Ein atmosphärisches Mystery-Hörspiel über Systeme, die sich erinnern, und Entscheidungen, die niemals hätten getroffen werden dürfen. Laufzeit: ca. 9 Minuten.
Mit: Hannah Lorenz (Zugdisponentin), Paul Richter (Nachtwächter und ehemaliger Lokführer), Mila Richter (Schülerin), Erzähler, Die Stimme