Wien, Silvester neunzehnhundertdreizehn: Ein blinder Klavierstimmer hört eine Melodie, die erst in sechs Monaten uraufgeführt wird und einen Mordplan, der ihren Komponisten das Leben kosten soll.
0:000:00
Über diese Episode
Im Wiener Konzerthaus tickt die Uhr auf Mitternacht zu. Zwischen verstimmten Saiten und verhallenden Echos belauscht ein blinder Klavierstimmer ein Gespräch, das nicht für seine Ohren bestimmt war. Doch was er hört, sollte unmöglich sein.
Theodor Grimm verlässt sich seit Jahrzehnten auf sein Gehör. In der Silvesternacht 1913 wird diese Gabe zum Fluch, als er Zeuge eines Mordplans wird. Die Verschwörer erkennt er nicht, doch die Melodie, die einer von ihnen summt, kennt er genau. Sie gehört zu einem Werk, das erst in einem halben Jahr uraufgeführt werden soll. Ihr Schöpfer: das künftige Opfer. Wie kann jemand eine Musik der Zukunft kennen?
In den prunkvollen Sälen und dunklen Gängen des Konzerthauses beginnt eine Jagd gegen die Zeit. Theodor muss den Komponisten warnen, ohne zu verraten, dass er lauschte. Doch je tiefer er in das Rätsel eindringt, desto klarer wird: Manche Geheimnisse hätte er besser nie gehört.
Ein atmosphärisches Mystery-Hörspiel über Musik, Zeit und die Frage, ob man die Zukunft ändern kann, wenn man sie schon kennt. Dieses deutsche Audio-Drama entführt in das Wien der Belle Époque, wo zwischen Walzerklängen und Kerzenschein die Schatten länger werden.
Laufzeit: ca. 13 Minuten
Mit: Theodor Grimm (blinder Klavierstimmer), Erzähler, Viktor Hartmann, Graf von Saltzberg